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13 Tage bis zum Start des Tollwood Sommerfestivals 2015: Kulturfestival unter dem Motto „Alles eine Frage der Haltung“

Knapp zwei Wochen vor Festivalbeginn stellte Tollwood am Donnerstag, den 11. Juni das Programm des Sommerfestivals 2015 im Olympiapark Süd vor.  „Alles eine Frage der Haltung“ lautet das Motto des Kulturfestivals, das von Mittwoch, den 24. Juni bis Sonntag, den 19. Juli, zu Musik, Theater, Kunst und Performances einlädt. Auch bei diesem Festival setzt Tollwood sein Engagement für artgerechte Tierhaltung fort. Das spiegelt sich sowohl im Motto, als auch in unterschiedlichen Aktionen und Kunstwerken auf dem Festivalgelände wider.

Vor Beginn der Pressekonferenz empfingen die aus recycelten Fahrradteilen zusammengebauten Maschinenwesen von foolpool die Gäste und gaben einen Vorgeschmack auf die zahlreichen kostenlosen Walk-Acts auf dem Festival.


Gegen industrielle Intensivtierhaltung und für artgerechte Tierhaltung setzt sich Tollwood auch über die Festivalgrenzen hinaus ein. Das am 19. Mai ins Leben gerufene Aktionsbündnis „Artgerechtes München“ mit aktuell rund 180 namhaften Unterstützern engagiert sich dafür, dass die Landeshauptstadt München in ihrem Wirkungskreis nur noch Produkte aus artgerechter Tierhaltung einsetzt. (www.artgerecht-muenchen.de)

Auch das anonyme Künstlerinnenkollektiv NEOZOON beschäftigt sich kritisch mit der Ausbeutung von Tieren durch den Menschen. Es liefert mit der beweglichen Kunstinstallation „Alles hat ein Ende nur die Wurst hat keins“ ein weiteres Kunstwerk im Sinne des Festivalmottos. „Der Wurstkonsum nimmt kein Ende und ist vom Speiseplan nicht mehr wegzudenken. Jeder muss bei sich selbst anfangen (…).“

Mit „Les bâtisses soeurs d’éphémères“ zeigt Tollwood ein Projekt zwischen Kunst und sozialem Ereignis: Der französische Künstler Olivier Grossetête baut innerhalb von drei Tagen – zusammen mit den Tollwood-Besuchern – das Münchner Rathaus aus rund 3000 Pappkartons nach. Eine Aktion, die nur gemeinsam möglich ist. Auf dem Festivalgelände entsteht so ein eindrucksvolles Kunstwerk: „Der Prozess steht im Vordergrund; die Zusammenarbeit ist sehr wichtig, es ist der Moment, der zählt. Und der Abriss ist auch ein Teil des Kunstwerkes.“