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16. Münchner Wissenschaftstage vom 12. bis 15. November 2016

Wasser geht uns alle an. Es bestimmt unser Leben. Wasser ist wichtiger Bestandteil von Organismen, es bietet Tieren und Pflanzen Lebensraum, es ist ein elementarer Faktor unseres Klimas, es ist Verkehrsweg, und es liefert Energie. Ohne Wasser wäre Leben und damit auch unsere menschliche Existenz nicht möglich. Grund genug für mehr als 300 Experten sich auf den Münchner Wissenschaftstagen intensiv mit der Ressource des Lebens zu beschäftigen.

Zentraler Veranstaltungsort ist die Alte Kongresshalle und das gegenüberliegende Verkehrszentrum des Deutschen Museums auf der Theresienhöhe.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist kostenfrei.

In 28 Vorträgen erläutern Spitzenwissenschaftler in der Alten Kongresshalle leicht verständlich und unterhaltsam unter anderem die Biodiversität der Gewässer und die Bedeutung des Wassers für die Ernährung. Sie fragen „Wem gehört das Wasser?“, „Welche Bedeutung hat das Wasser für die Gesellschaft?“ oder „Wo und warum werden Gewässer zu Müllhalden?“. Sie reflektieren die Ursachen und Folgen von Überschwemmungen und erörtern die Wechselwirkung zwischen Ozeanen, Land, Eis und der Atmosphäre. Sie befassen sich mit der Renaturierung von Flüssen, der Aufbereitung des Abwassers und fragen: „Wie lässt sich Wasser als Energiequelle nutzen?“
Dies sind nur einige der vielen Fragen, die auf den Münchner Wissenschaftstagen 2016 gestellt werden.

Genauso vielseitig sind die vier Themenabende in der Alten Kongresshalle. Am Samstagabend, 12. November hält Prof. Dr. Dr. h. c. Hans Joachim Schellnhuber, einer der weltweit bedeutendsten Klimaforscher, einen Vortrag zum Thema „Feuer, Wasser, Luft und Erde: Wie der Mensch den globalen Tanz der Elemente stört“. Die darin aufgeworfenen Fragen vertieft er anschließend in einem Podiumsgespräch mit Dr. Christoph Kucklick, dem Chefredakteur von GEO. ● Unter dem Motto „Leidenschaft OZEAN“ berichten am Sonntagabend, 13. November, die Meeresbiologin Dr. Sandra Schöttner von Greenpeace und der Forschungstaucher Uli Kunz von ihren Expeditionen. Sandra Schöttner widmet sich bei Greenpeace als Meeresexpertin dem Kampf gegen die zunehmende Verschmutzung der Meere durch Plastik und Schadstoffe. Uli Kunz dokumentiert als Fotograf mit preisgekrönten Bildern faszinierende Lebensräume, Tiere und Pflanzen unter Wasser. ● Am Montagabend, 14. November, verleiht die Fraunhofer Gesellschaft den Hugo-Geiger-Preis an Nachwuchsforscher. ● Das Thema „Wasser und Musik“ steht im Zentrum des Themenabends am Dienstag, dem 15. November. Prof. Dr. Wolfgang Mastnak von der Münchner Hochschule für Musik und Theater betrachtet dabei neben berühmten Kompositionen wie Händels Wassermusik, Schumanns Rheinischer Symphonie und Smetanas Moldau auch die chinesische Musik. Er gibt Einblicke in die altorientalische Musiktherapie, die Meditationsmusik und in die Klanghypnose. In allen spielt der „Klang des Wassers“ eine zentrale Rolle. Dabei wird er unterstützt von der Sopranistin Teresa Tièschky.

Auf 23 Marktständen in der Alten Kongresshalle präsentieren Expertinnen und Experten wieder eine Vielfalt von Themen und Experimenten, an denen jeder aktiv teilhaben kann. Dabei geht es unter anderem um Wasser als Lebensgrundlage, Energieträger und Gefahrenquelle, um Wasserverschmutzung, um aquatische Biodiversität, die Heilkraft des Wassers, aber auch um den Wasserrucksack PAUL, der bei der Katastrophenversorgung wertvolle Dienste leistet.

Am Wochenende können Kinder ab acht Jahren im Kinder-Kunst-Labor in der Alten Kongresshalle in offenen Workshops und Mitmachstationen Erfahrungen sammeln. In einem simulierten Tauchgang erforschen sie die Welt der Meere und Ozeane: Sie schauen durch das Bullauge oder die Tauchermaske, halten die Luft an, finden heraus, wie es sich unter Wasser atmen lässt, entdecken faszinierende Leuchtkrebse, finden heraus wie das Salz ins Meer kommt und wie sich Wasser entsalzen lässt, beobachten Meeresströmungen, betrachten Plankton durch das Mikroskop, machen sich auf die Suche nach dem Plastikmüll im Meer und wie er da hin kommt, erkunden die Eigenschaften von Wasser, beobachten, wie Wellen entstehen können und lernen verschiedene Algen kennen.

In mehr als einem Dutzend verschiedener Workshops in der Alten Kongresshalle und im Verkehrszentrum des Deutschen Museums geht es z. B. um Wasser als Menschenrecht, Plastik im Wasser und um Wasser als Lebensraum im Aquarium. In einem Science Slam präsentieren junge Wissenschaftler visionäre Ideen rund ums Thema Wasser. Viele weitere Workshops wenden sich an Schülerinnen und Schüler aller Schularten und Jahrgangsstufen.

Zudem werden Schulklassenführungen über die Marktstände angeboten.
In mehr als zehn Ausstellungen, Vorträgen und Führungen werden dezentral im Großraum München Themen präsentiert wie z. B. die Renaturierung der Isar und das Leben von Pflanzen mit viel und wenig Wasser, Auch in kultur- und religionswissenschaftlicher Perspektive wird das Wasser betrachtet.
Die Kapazitäten mancher Räume, Führungen und Workshops sind begrenzt; deshalb benötigen einzelne Angebote eine Anmeldung.

Das vollständige Programm, weitere Informationen, Anmeldekontakte und Kennzeichnung freier bzw. ausgebuchter Angebote finden sich unter: www.muenchner-wissenschaftstage.de.

Die diesjährige Veranstaltung wird gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst, vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie, vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration, vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, von der Landeshauptstadt München sowie von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, der Hans Sauer Stiftung und der Fraunhofer Gesellschaft.