5.12. Tag des Ehrenamtes – 260.000 ehrenamtliche Einsatzstunden beim Münchner Roten Kreuz

5.12. Tag des Ehrenamtes - 260.000 ehrenamtliche Einsatzstunden beim Münchner Roten Kreuz
Foto: BRK / Heidi Rohrer

260.000 Einsatzstunden leisteten die ehrenamtlichen Helfer*innen des Münchner Roten Kreuzes im Vorjahr. 3.800 Menschen engagieren sich bei der Hilfsorganisation in München und im Landkreis. Auch unter erschwerten Corona-Bedingungen sind sie freiwillig für ihre Mitmenschen da.

„Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des Münchner Roten Kreuz sind dort, wo Menschen Hilfe benötigen – sei es nach einem Verkehrsunfall, einer Naturkatastrophe oder bei sozial Benachteiligten. So unterschiedlich die Situationen sind, in denen Menschen Hilfe brauchen, so vielfältig sind auch die Aufgaben, die unsere ehrenamtlichen Mitglieder tagtäglich übernehmen“, betont Karl-Heinz Demenat, Vorsitzender des Münchner Roten Kreuzes.

Herausforderung Corona

Corona-bedingt waren die ehrenamtlichen Mitglieder des Münchner Roten Kreuzes heuer mit vielen Herausforderungen konfrontiert. So stand die Wasserwacht des Münchner Roten Kreuzes durch die Pandemie vor der Hürde, die Sicherheit der ehrenamtlichen Helfer*innen zu gewährleisten und dabei aber trotzdem den Wachdienst an den Seen, dem Freibad Unterhaching und der Isar voll zu besetzen. Deswegen erstellte die Wasserwacht zum Beginn der Wachsaison ein strenges Hygienekonzept. Infektionsschutzkleidung, kontaktlose Fieberthermometer und zusätzliche Klingeln an jeder Wachstation wurden beschafft.

Auch für die ehrenamtlichen Retter*innen der Bergwacht München war es ein besonders intensiver Sommer, da viele Menschen Zeit in den heimischen Bergen verbracht haben. Nach dem Rückgang der Einsätze zur Zeit des Lockdowns erreichten die Einsatzahlen im Juni fast das Niveau des Vorjahres. In den folgenden Sommermonaten verzeichnete die Bergwacht dann einen Zuwachs an Einsätzen gegenüber 2019.

Aufgrund des in Bayern ausgerufenen Katastrophenfalls befanden sich fünfzehn Schnelleinsatzgruppen (SEG) mit ehrenamtlichen Einsatzkräften in Alarmstufe 1 und waren rund um die Uhr abrufbereit. Neben den Mitgliedern der Bereitschaften standen auch Einsatzkräfte der Bergwacht und der Wasserwacht außerhalb ihrer Einsatzgebiete zur Verfügung, um in der Stadt und im Landkreis zu unterstützen. Zusätzlich engagieren sich Mitglieder der Bereitschaften in lokalen Hilfsaktionen.

Für die jüngsten Freiwilligen im Jugendrotkreuz führten die Kontaktbeschränkungen in diesem Jahr dazu, dass Treffen und Fortbildungen verstärkt digital abgehalten werden. So fertigten die Kinder und Jugendlichen Grußbotschaften für Bewohner*innen von Seniorenheimen nicht gemeinsam an, sondern jeder für sich alleine bei sich Zuhause. Die Situation ist für die jungen Mitglieder und die Gruppenleiter*innen belastend, da der persönliche Kontakt in der Jugendarbeit eine bedeutende Rolle spielt und derzeit nur beschränkt möglich ist.

Eine Herausforderung in der ehrenamtlichen Arbeit im Bereich Wohlfahrts- und Sozialarbeit ist es, dass auch ehrenamtliche Mitarbeiter*innen selbst Corona-Risikogruppen angehören. Um Risiken zu vermeiden und trotzdem ehrenamtlich tätig sein zu können, ersetzen ehrenamtliche Helfer*innen beispielsweise persönliche Besuchsdienste durch Telefonate oder übernehmen Tätigkeiten, die weniger direkten Kontakt erfordern.

Engagement in vielen Bereichen

Rund 3.800 Mitglieder engagieren sich beim Münchner Roten Kreuz ehrenamtlich. 2019 waren sie 260.000 Stunden für ihre Mitmenschen in der Landeshauptstadt und im Landkreis München im Einsatz. Ob bei der Bergwacht, der Wasserwacht, im Sanitätsdienst und Katastrophenschutz, im Jugendrotkreuz oder im sozialen Bereich mit benachteiligten Jugendlichen, Senioren, Kranken, Geflüchteten und anderen Hilfsbedürftigen setzen sie ein Zeichen für Menschlichkeit und kompetente Hilfe. Die ehrenamtlichen Helfer*innen versorgen Verletzte, retten Menschen vor dem Ertrinken, bergen verunglückte Wanderer, unterstützen sozial Benachteiligte, engagieren sich in der Kinder- und Jugendarbeit – oder helfen nach Katastrophen.

Neue Freiwillige gesucht

Das Münchner Rote Kreuz freut sich über neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. “Wir bieten auch gute Rahmenbedingungen für unsere Ehrenamtlichen, von der fachlichen Begleitung über Bildungsangebote und Räumlichkeiten bis hin zum Versicherungsschutz”, erklärt Karl-Heinz Demenat.

Informationen über das freiwillige Engagement beim Münchner Roten Kreuz erhalten Interessierte auch über die Servicestelle Ehrenamt 089/2373-285 oder servicestelle-ehrenamt@brk-muenchen.de und unter www.brk-muenchen.de/gemeinschaften.

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