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5. Woche für Seelische Gesundheit

Im Fokus: Psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Seelisch gesund (auf-)wachsen: Ist das heutzutage überhaupt noch möglich? Kinder und Jugendliche machen mehr als ein Fünftel unserer Bevölkerung in Deutschland aus. Psychische Beeinträchtigungen und Störungen sind in dieser Altersgruppe keineswegs seltener als bei Erwachsenen. Studien weisen Häufigkeiten von neun bis 22 Prozent von Kindern und Jugendlichen mit Auffälligkeiten des Erlebens und Verhaltens aus.

Wie kann seelisch gesundes (Auf-)Wachsen gelingen? Welche besondere Risiken und Herausforderungen bestehen für Heranwachsende heute? Wie stellt sich die Situation vor Ort in München dar, insbesondere auch im Hinblick auf Unterstützungs-, Beratungs- und Behandlungsangebote? Diesen und vielen anderen Fragen geht die 5. Münchner Woche für Seelische Gesundheit nach.

Unter dem Motto „Seelisch gesund (auf-)wachsen“ steht in diesem Jahr die psychische Gesundheit von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsen im Mittelpunkt. Von Donnerstag, 8. Oktober, bis Freitag, 16. Oktober, finden an neun Tagen über 150 Veranstaltungen in und um München statt, angeboten von über 100 Organisationen und Einrichtungen der psychosozialen und psychiatrischen Versorgung sowie der Jugendhilfe. Fast die Hälfte aller Veranstaltungen widmet sich dem Schwerpunkt „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“, aber auch zu anderen Aspekten bzw. für andere Zielgruppen rund um das Thema „Seelische Gesundheit“, wie „Arbeitswelt“, „Betroffene und Angehörige“, „Migration und Flucht“, „Senioren“ und „Sucht“ finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Schirmherr ist Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter.

Am Montag, 5. Oktober, haben Landeshauptstadt München und Münchner Bündnis gegen Depression zur Pressekonferenz ins Neue Rathaus (Grütznerstube, Marienplatz 8) eingeladen. Stephanie Jacobs, Referentin für Gesundheit und Umwelt der Landeshauptstadt München, liegt der Schwerpunkt „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ sehr am Herzen. Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat für diese Zielgruppe eine eigene Beratungsstelle eingerichtet, um Verhaltensauffälligkeiten, Entwicklungsstörungen, Lern- und Leistungsstörungen oder andere psychiatrische Auffälligkeiten zu erkennen und Hilfestellungen zu geben. „Für mich ist es sehr wichtig, dass wir unser Augenmerk auch auf Kinder und Jugendliche richten, damit sie in unserer ‚Erwachsenenwelt‘ nicht übersehen werden und frühzeitige Hilfe bekommen. Schließlich sind sie das Wertvollste, was wir haben, nämlich unsere Zukunft. “

„Es ist wieder gelungen, ein hochkarätiges Programm zusammenzustellen“, bilanziert Joachim Hein vom Münchner Bündnis gegen Depression. „Mit dem Schwerpunkt „Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene“ greifen wir dabei ein wichtiges und brisantes Thema auf, gerade auch in Hinblick auf die aktuelle Situation in München mit vielen traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen, die täglich zu uns kommen.“

„Wer mit Kindern lebt, sollte nicht nur auf Symptome und Risiken schauen, sondern genauso auf die Ressourcen und Chancen, über die jedes Kind verfügt“, ermuntert Franz Joseph Freisleder, der Ärztliche Direktor des Heckscher-Klinikums.

„Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, betont sein Kollege Gerd Schulte-Körne, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie an der Ludwig-Maximilians-Universität, „frühzeitig die Risikofaktoren für eine belastende Entwicklung der Kinder und Jugendlichen durch Prävention zu vermindern und psychisch gesundes Aufwachsen des Kindes und seiner Familie zu fördern“.

Eröffnet wird die 5. Münchner Woche für Seelische Gesundheit am Donnerstag, 8. Oktober, im Gasteig (Rosenheimer Str. 8, Kleiner Konzertsaal). Unter dem Motto „Sei ein HerzSchrittMacher!“ und unter der Schirmherrschaft der Schauspieler Franziska Walser und Edgar Selge findet am Samstag, 10. Oktober, dem Welttag der psychischen Gesundheit, bereits zum dritten Mal in Folge eine Kundgebung und Feier für mehr Akzeptanz für Menschen mit psychischen Erkrankungen am Karlsplatz/Stachus statt. Am Sonntag, 11. Oktober lädt das Münchner Bündnis gegen Depression zur Münchner Messe Seelische Gesundheit in den Gasteig (Rosenheimer Str. 8) ein. Über 50 Aussteller stellen dabei ihr Angebot vor. Parallel zur Ausstellung erwarten die Besucher interessante Vorträge, eine Filmvorführung mit Publikumsgespräch sowie ein buntes Programm auf der Offenen Bühne. Beginn ist 10.00 Uhr. „(Cyber-)Mobbing: Was ist das? Was kann ich tun?“ lautet das Thema der Schwerpunktveranstaltung am Montag, 12. Oktober, ebenfalls im Gasteig (Rosenheimer Str. 8, Black Box).

Ermöglicht wird die 5. Münchner Woche für Seelische Gesundheit durch die finanzielle Unterstützung von Landeshauptstadt München (Referat für Gesundheit und Umwelt und Sozialreferat) und Bezirk Oberbayern, der Hauptpartner Ärztlicher Kreis- und Bezirksverband München, kbo-Isar-Amper-Klinikum und der Krankenkasse Knappschaft sowie der Partner Algesiologikum, Kassenärztliche Vereinigung Bayern und SRH Berufliches Trainingszentrum München.

Alle Informationen zur 5. Münchner Woche für Seelische Gesundheit sind im Internet unter www.woche-seelische-gesundheit.de zu finden.

Programmhefte liegen in der Stadtinformation im Rathaus (Marienplatz 8) aus.