Fotowettbewerb
Home » Aus dem Polizeibericht » 63-Jähriger aus S-Bahn geworfen – Zeugen gesucht!
Foto: Bundespolizei

63-Jähriger aus S-Bahn geworfen – Zeugen gesucht!

München – Dienstagabend (21. November 2017) kam es in einer S3 am Hauptbahnhof zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Mehrere Jugendliche attackierten einen 63-Jährigen. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die dies in der S-Bahn oder von Bahnsteig aus beobachtet haben. Insbesondere wird dabei nach einer Frau gesucht, die von den Tätern Handybilder gemacht hat.

Kurz nach 20 Uhr stiegen am Münchner Hauptbahnhof mehrere Personen in eine Richtung Mammendorf verkehrende S-Bahn (S3). Beim Einsteigevorgang kam es nach ersten Ermittlungen zwischen einem 63-Jährigen und einer Gruppe mehrerer Jugendlicher bzw. Heranwachsender – aus bisher unbekannter Ursache – zu einem verbalen Streit. Dieser eskalierte dahin gehend, dass zwei Männer aus der Gruppe der ca. 16 – 20 Jahre alten Personen den Mann aus Olching körperlich attackierten, auf ihn einschlugen und noch am Hauptbahnhof durch die geöffneten Türen aus der S-Bahn warfen. Der Olchinger stürzte zu Boden und blieb liegen. Die S-Bahntüren schlossen sich und die voll besetzte S-Bahn fuhr ab. Während die Personengruppe (darunter auch mindestens zwei Mädchen) die S3 wenig später am Hirschgarten verließ, kümmerten sich am Bahnsteig mehrere Personen um den Verletzten. Der 63-Jährige kam mit nicht unerheblichen Kopfverletzungen in eine Münchner Klinik.

Bei der Auswertung der Videoaufzeichnungen aus der S-Bahn konnten die Ermittler der Bundespolizei eine Frau erkennen, die couragiert mit ihrem Handy Fotos von den Tatbeteiligten machte. Dabei kam es zu einem Wortgefecht, kurz nachdem sich die Unbekannte wieder hingesetzt hatte.

Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen, die beim Einsteigen der Personen am Mittelbahnsteig standen und dort mitbekamen, wie der Streit begann. Der Vorfall ereignete sich im hinteren letzten Zugteil. Im Bereich des Abgangs am Elisenhof müssen sich sowohl der 63-Jährige, wie auch die Personengruppe vor dem Einsteigen befunden haben. Die Jugendlichen bzw. Heranwachsenden hatten zudem mindestens zwei Wein- bzw. Sektflaschen mitgeführt.

Zusätzlich wird nach Zeugen gesucht, die sich in der vollbesetzten S-Bahn, in unmittelbarer Nähe des Vorfalls, der sich im Ausgangsbereich ereignete, befanden. Die Reaktionen der Reisenden auf den Bildern zeigen, dass mehrere Reisende die körperliche Attacke auf den Mann bemerkt hatten.

In der S-Bahn stand u.a. ein dunkelgekleideter Mann in der Nähe der Gruppe an einer Türe, der nach der Tat in der fahrenden S-Bahn intensiv auf einige der Jugendlichen bzw. Heranwachsenden einsprach.

Ganz besonders dringlich wird nach einer Frau gesucht, die in der S-Bahn Handyfotos der Tatbeteiligten fertigte. Sie war mit einer auffällig knallgrünen Jacke sowie einer schwarzen Mütze bekleidet, führte einen roten Rucksack mit sich und hatte außerdem einen Gehstock. Sie war nach der Abfahrt der S-Bahn am Hauptbahnhof aufgestanden, drängte sich zur Gruppe und machte mehrere Fotos von den Jugendlichen.

Sachdienliche Hinweise zu dem Vorfall oder der Personengruppe erbittet die Bundespolizei unter der Rufnummer 089/515550-111.