Aktuelle Infos zu Corona in München in zwölf Fremdsprachen

Aktuelle Infos zu Corona in München in zwölf Fremdsprachen
Symbolbild

Mit der Website https://muenchen.corona-mehrsprachig.de stellt das Gesundheitsreferat in Zusammenarbeit mit dem Ethno-Medizinisches Zentrum e.V. ab sofort umfangreiche Informationen zu Corona in München auf Deutsch und zwölf weiteren Sprachen zur Verfügung. Damit erhalten Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen leicht zugängliche Informationen zur Pandemie und zu Unterstützungsangeboten – auf Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Farsi, Französisch, Polnisch, Rumänisch, Russisch, Serbo-Kroatisch, Somalisch und Türkisch. Die Internetseite informiert unter anderem über die aktuell gültigen Corona-Regeln zu Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen, Maskenpflicht, Schul- und Kindertagesstättenbesuch oder über Reisemöglichkeiten. Auf der Seite finden sich auch aktuelle Informationen zu Impfungen und Testmöglichkeiten in München. Darüber hinaus zeigt sie auf, wo Münchnerinnen und Münchner sich Hilfe holen können, wenn sie sich in einer psychisch sehr belastenden Situation befinden oder geraten sind. Mittelfristig ist auch die Übersetzung der Briefe vorgesehen, die Münchnerinnen und Münchner vom Gesundheitsamt erhalten, wenn sie positiv auf Corona getestet wurden oder enge Kontaktperson einer infizierten Person sind. https://muenchen.corona-mehrsprachig.de wird laufend aktualisiert. Da die Aktualisierung jedoch in allen Sprachen vorgenommen werden müssen, können sie nicht immer tagesaktuell vorgenommen werden.

Bürgermeisterin Verena Dietl: „Ich freue mich sehr, dass wir den Münchnerinnen und Münchnern, die nicht so gut oder kein Deutsch können, muttersprachliche Informationen über Corona zur Verfügung stellen können. Ausdrücklich möchte ich darauf hinweisen, dass Sie auf der Internetseite auch Kontaktdaten von Hilfsangeboten finden, wenn Sie oder Ihre Angehörigen in eine psychische Krise geraten, die Belastung zu groß wird oder es bei Ihnen zuhause zu Konflikten oder Gewalt kommt. Sie werden überrascht sein, in wie vielen Sprachen unsere Münchner Organisationen Sie beraten und unterstützen. Darüber hinaus haben viele der Organisationen auch Zugriff zu unserem Dolmetscherdienst. Ich bitte Sie herzlich, von dieser Unterstützung Gebrauch zu machen, wenn Sie in Not sind.“

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek ergänzt: „Es war und ist immer schwierig für die Münchnerinnen und Münchner, die nicht so gut oder kein Deutsch sprechen, sich in den vielen Informationen und Vorgaben zu Corona zurechtzufinden. Insofern können sie von den Folgen deutlich mehr betroffen sein als andere. So ist es für diese Bevölkerungsgruppe wesentlich schwieriger, die aktuell für die Stadt München geltenden Regeln zu verstehen und damit ihren Schutz vor Infektionen zu erhöhen oder Adressen von den richtigen Ansprechpartner*innen zu finden. Ich freue ich mich sehr, dass wir mit dieser Internetseite diese Lücke schließen können.“ Vorangegangen war eine Abfrage bei Einrichtungen und Organisationen, deren Angebote sich genau an diese Zielgruppen richten. An dieser Abfrage hatten sich mehr als 60 Akteure beteiligt. Unter anderem hatten fast alle zurückgemeldet, dass sie sich mehr leicht zugängliche Informationen zur Pandemie und zu Unterstützungsangeboten für Menschen mit geringen oder keinen Deutschkenntnissen wünschen würden.

Mit der Umsetzung dieser Internetseite wurde das Ethno-Medizinische Zentrum e.V. beauftragt. Da viele Migrant*innen nicht über ein Notebook oder einen Computer verfügen, ist die Seite ausdrücklich auch auf Handybenutzer*innen ausgerichtet. So kann zum Beispiel direkt aus dem Text heraus ein Anruf getätigt oder eine E-Mail verfasst werden.

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