Altstadt: Versuchtes Tötungsdelikt – 17-Jähriger lebensbedrohlich verletzt

Am Freitag, 19.04.2019, gegen 17:00 Uhr, befand sich eine fünfköpfige Gruppe in der Herzog-Wilhelm-Straße. Die Gruppe war zuvor im Bereich des Englischen Garten, fuhr anschließend mit der U-Bahn in die Innenstadt und befand sich in der Herzog-Wilhelm-Straße, um bei der dortigen Tankstelle ihr Leergut abzugeben.

In der Herzog-Wilhelm-Straße trafen sie auf eine vierköpfige Personengruppe, bestehend aus zwei Männern und zwei Frauen. Einer der Männer aus der vierköpfigen Gruppe regte sich darüber auf, dass ein 17-jähriger Münchner (aus der fünfköpfigen Gruppe) mit seinem Handy Videoaufnahmen machte und dabei eventuell auch Personen aus der anderen Gruppe mit aufnahm. Der unbekannte Mann schüttete dem 17-Jährigen den Inhalt seiner Getränkedose in das Gesicht. Anschließend kam es zu Handgreiflichkeiten, in deren Verlauf das Handy des 17-Jährigen zu Boden fiel.

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Im Zuge der Auseinandersetzung bemerkte der 17-Jährige, dass das Display seines Handys gesprungen war. Um nochmals über diesen Schaden zu reden, ging er der Gruppe nach. Hierbei kam es erneut zu Handgreiflichkeiten, bei denen der Unbekannte den 17-Jährigen sowie einen 18-jährigen Begleiter Stich- und Schnittverletzungen beifügte.

Die beiden Verletzten gingen zu Boden. Der 17-Jährige verlor unmittelbar danach das Bewusstsein und war nicht mehr ansprechbar. Seine Begleiter leisteten Erste-Hilfe und versuchten die Blutungen zu stillen. Gleichzeitig verständigten sie die Rettungsleitstelle. Der 17-Jährige wurde unter laufender Reanimation in ein Krankenhaus eingeliefert. Er befindet sich in einem akut lebensbedrohlichen Zustand.

Die Verletzungen des 18-Jährigen wurden ambulant versorgt.

Die vierköpfige Personengruppe floh nach der Tat über die Herzog-Wilhelm-Straße in Richtung Sendlinger Tor und anschließend vermutlich weiter über die Herzogspitalstraße und Kreuzstraße in Richtung Oberanger und Rindermarkt.

Das Kommissariat 11 hat die Ermittlungen wegen eines versuchten Totschlags übernommen.

Die Gruppe wird nach Zeugenangaben wie folgt beschrieben:
Unbekannter Täter:
Männlich, ca. 175 cm, orientalischer Typ, ca. 17-18 Jahre alt, schwarze Haare mit Scheitel und oben länger als an den Seiten, schmale Augen.

Begleiter des unbekannten Täters:
Männlich, ca. 170 cm, ca. 17-18 Jahre alt, orientalischer Typ, schwarze Haare, evtl. Drei-Tage-Bart, helle bis weiße Oberbekleidung mit Blutanhaftungen auf der Schulterrückseite.

Begleiterin 1:
Weiblich, ca. 16-18 Jahre, 170-175 cm groß, schlank, schwarz gefärbte, lange Haare, Zahnspange, akzentfreies Deutsch, osteuropäischer Typ, bekleidet mit einer schwarzen Adidas-Jogginghose mit weißen Streifen und schwarzem Langarmshirt, weiße Turnschuhe, trug eine Handtasche.

Begleiterin 2:
Weiblich, ca. 14-17 Jahre, 170-175 cm groß, normale Figur, hellbraune schulterlange Haare, bekleidet mit Jeans, weißen Turnschuhen, schulterfreies Shirt, darunter helles Spaghetti-Top.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kommissariat 11, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.