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An Ostern drohen große Staus

Am Donnerstag droht der große Oster-Stau

Kein Chaos zu Beginn der Ferien, aber Staualarm-Stufe „Rot“ ab der Wochenmitte: Rund um die Ostertage wird es eng auf den bayerischen Autobahnen und Fernstraßen. Die Verkehrsexperten des ADAC erwarten den ersten großen Stau des Jahres 2017 für Gründonnerstag – und geben Tipps, wie die Verkehrsteilnehmer dennoch einigermaßen gut und entspannt durchkommen. Bild durch anklicken vergrößern!

© ADAC

Die Gründe für das große Aufkommen liegen auf der Hand: Mit Ausnahme von Hamburg haben ab dem 13. April alle Bundesländer Ferien. Neben den Urlaubern werden auch etliche Ausflügler über die Osterfeiertage unterwegs sein. Und viele Autofahrer zieht es in den Süden, mitunter aber auch noch einmal in die höhergelegenen Skigebiete der Alpen. „Die größte Staugefahr sehen wir bei der Anreise für den Donnerstagnachmittag“, prognostiziert Alexander Kreipl, Verkehrspolitischer Sprecher beim ADAC Südbayern. „In die andere Richtung – also zurück – dürfte es auf den bayerischen Autobahnen am Ostermontag sehr eng werden.“ Grund dafür: das Ferienende in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Berlin. Als beste Reisetage rund um die Festtage empfiehlt der ADAC den Karsamstag. Relativ staufrei sollte auch der Ostersonntag abgehen.

Die stauanfälligsten Routen in Bayern:
• A 3 Aschaffenburg – Würzburg – Nürnberg – Passau
• A 6 Heilbronn – Nürnberg
• A 7 Würzburg – Ulm – Füssen/Reutte
• A 8 Ulm – München – Salzburg
• A 9 Hof – Nürnberg – München
• A 92 München – Deggendorf
• A 93 Inntaldreieck – Kufstein
• A 95 München – Garmisch-Partenkirchen
• A 96 München – Lindau
• A 99 Umfahrung München

Auch wenn auf vielen Fernstraßen derzeit eifrig gebaut wird: Vollsperrungen auf Autobahnen sind für die Ostertage nicht gemeldet. Nadelöhr in und um München ist der achtspurige Ausbau der A 99 in beiden Richtungen zwischen Kreuz München-Nord und Anschlussstelle Aschheim/Ismaning. Ferner gibt es zwei Dauerbaustellen mit verengten Fahrbahnen und Tempo 60- bzw. 80-Limits: zum einer wird die A 96 zwischen Oberpfaffenhofen und Germering dreispurig ausgebaut. Und auf der A 92 auf Höhe Moosburg wird in beiden Richtungen die Fahrbahn saniert. Kurzfristig angekündigte Sperren sowie einen generellen Überblick über die Verkehrslage gibt es im Routenplaner des ADAC unter www.maps.adac.de (auch als Gratis-App für Smartphone nutzbar).

Blechlawinen und Grenzkontrollen auf dem Weg ins Ausland
Die Oster-Blechlawine überrollt auch das benachbarte Ausland: Nicht selten werden Autofahrer längere unfreiwillige Stopps einlegen müssen. Auf folgenden Strecken ist die Staugefahr besonders hoch:
• Österreich: A 10 Tauern-, A 12 Inntal-, A 13 Brenner-, A 14 Rheintal- und A 1 Westautobahn, B 179 Fernpass-Route sowie die Tiroler, Salzburger, Kärntner und Vorarlberger Bundesstraßen
• Italien: A 22/SS 12 Brenner sowie die Straßen ins Puster-, Grödner- und Gadertal
• Schweiz: A 2 Gotthard-Route, die A 1 St. Gallen – Zürich – Bern und die Zufahrtsstraßen in die Urlaubsgebiete Graubündens, des Berner Oberlands, des Wallis und der Zentralschweiz; etwas längere Wartezeiten sind an den Autoverladestationen einzuplanen.

Staus und Wartezeiten bei der Einreise von Österreich nach Deutschland können nicht ausgeschlossen werden. Am stärksten gefährdet sind die drei Autobahnübergänge Suben (A 3 Linz – Passau), Walserberg (A 8 Salzburg – München) und Kiefersfelden (A 93 Kufstein – Rosenheim). An den Grenzen von Österreich zu Ungarn, Slowenien und der Slowakei (bei der Einreise nach Österreich) sowie an den Übergängen zwischen Kroatien und Slowenien sind ebenfalls Verzögerungen möglich. Am Brenner und den anderen Übergängen zwischen Italien und Österreich müssen Autofahrer vorerst keine systematischen Kontrollen befürchten.