AOK teilt Arbeitsunfähigkeits-Statistik 2018 mit

Symbolbild

Die aktuelle Auswertung der AOK zum Krankenstand
Für 2018 zeigt: In München sind AOK-versicherte Arbeitnehmer gesünder als im bayernweiten Vergleich. Mit 3,9 Prozent liegt der Krankenstand unter dem Bayernwert von 4,8 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich mehr Beschäftigte krank gemeldet. Der Krankenstand stieg um 0,1 Prozentpunkte.

Atemwegserkrankungen sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. 40,2 Krankmeldungen je 100 erwerbstätige AOK-Mitglieder gab es im vergangenen Jahr in München wegen dieser Krankheitsart. Im Jahr zuvor waren es 38,7 Krankmeldungen. Experten führen die Steigerung um 0,5 Prozent auf die Erkältungswelle Anfang 2018 zurück. In Oberbayern stiegen die Krankschreibungen deswegen um 4,5 Prozent auf 42,1.

Auf Muskel-/Skeletterkrankungen entfielen 26,8, auf Erkrankungen des Verdauungssystems 12,5 und auf psychische Beschwerden 11,2 Arbeitsunfähigkeitsfälle. „Geht es um die Dauer der Erkrankung, so verursachen Muskel- und Skeletterkrankungen von allen Krankheitsarten immer noch die meisten Ausfalltage“, so Robert Schurer von der AOK in München. Statistisch gesehen war deswegen 2018 jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer aus der Stadt München 4 Tage krankgeschrieben. 2,9 Fehltage ergaben sich aus psychischen Gründen, 2,4 Tage aufgrund von Atemwegserkrankungen. Insgesamt war im Freistaat durchschnittlich jeder AOK-versicherte Arbeitnehmer 17,5 Kalendertage krank, in München waren es im Schnitt 14,2 Tage.

Unverändert gibt es in Bayern ein deutliches Nord-Süd-Gefälle: Während in Oberfranken der Krankenstand mit 5,6 Prozent am höchsten war, betrug er in Oberbayern lediglich 4,2 Prozent. Die Ursachen hierfür: Nordbayerische Unternehmen haben deutlich ältere Belegschaften. Oberbayerische Arbeitgeber dagegen profitieren von einem starken Zuzug jüngerer Arbeitnehmer.

„Um arbeitsbedingte Erkrankungen zu vermeiden, unterstützen wir seit über 20 Jahren Unternehmen aus unserer Region beim betrieblichen Gesundheitsmanagement“, so Robert Schurer. Allein im AOK-Direktionsbereich München nutzen jährlich rund 250 Unternehmen diesen Service. Bayernweit waren es allein im vergangenen Jahr mehr als 2.500 Unternehmen. Dabei zählte etwa jedes dritte Unternehmen zum verarbeitenden Gewerbe, jedes vierte Unternehmen gehörte der Gesundheits- und Sozialbranche an. Vor allem kleinere und mittelständische Unternehmen profitieren von individuellen Angeboten für einen gesunden Arbeitsplatz. Fast 45 Prozent der Unternehmen mit langfristigen Projekten zur Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) beschäftigen weniger als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die AOK Bayern stemmte damit mehr als jedes sechste BGF-Projekt der gesetzlichen Krankenkassen bezogen auf ganz Deutschland.

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