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Donnerstag, 21 Mai 2026
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Auf dem Weg zu Zero Emission – Elektroautos statt Verbrenner

Auf dem Weg zu Zero Emission – Elektroautos statt Verbrenner
Die SPD-Stadträte Nikolaus Gradl (links) und Lars Mentrup fordern mehr Ladesäulen in München - Foto: SPD/Volt (Markus Sikora)

89 öffentliche Ladepunkte pro 100.000 Einwohner*innen: Damit liegt München deutschlandweit an der Spitze, was die Infrastruktur für Elektroautos anbelangt. Aus Sicht der SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat geht aber noch deutlich mehr. Deshalb fordert sie in einem Maßnahmenpaket schnellere Lademöglichkeiten und einen deutlich schnelleren Ausbau der Ladepunkte.

Knapp 762.000 Pkw sind derzeit in München zugelassen – rund 25.000 davon werden batterie-elektrisch angetrieben. Damit gibt es in der bayerischen Landeshauptstadt mehr Elektroautos als in jedem anderen deutschen Zulassungsbezirk. Und die Stromer werden auch gut genutzt: An jedem der gut 1200 öffentlichen Ladesäule wurden im vergangenen Jahr durchschnittlich 10.300 Kilowattstunden geladen. 2021 waren es noch 7500 Kilowattstunden pro Ladepunkt. Für dieses Jahr ist erneut ein deutlicher Anstieg zu erwarten. Für die SPD/Volt-Fraktion im Münchner Stadtrat sind diese Zahlen Anlass, die Infrastruktur deutlich weiter zu verbessern und so noch mehr Menschen in der Stadt zu einem Umstieg auf E-Autos zu motivieren. Konkret fordert sie:

  • Alle „Park & Ride“-Standorte mit Ladepunkten auszustatten. Um Pendler*innen und Tourist*innen ein Laden während der Parkzeit zu ermöglichen. Bisher ist das nur in fünf von 45 Anlagen der Fall. Solarzellen könnten zur Stromerzeugung genutzt werden.
  • Die Nutzbarkeit der Ladesäulen sicherzustellen und unberechtigte Parker konsequent zu entfernen.
  • Vermehrt Schnellladesäulen aufzustellen, an denen das Laden nur zwischen 30 und 90 Minuten statt zwischen drei und neun Stunden dauert. Dies würde sich zum Beispiel an der U-Bahn-Haltestelle Olympiapark oder an herkömmlichen Tankstellen anbieten.
  • Lösungen für städtische Mitarbeitende anzubieten, wie diese ihr E-Fahrzeug während der Arbeitszeit verbrauchsabgerechnet laden können. Bei Kapazitäten können diese Ladepunkte auch der Nachbarschaft zur Verfügung gestellt werden.
  • Feste Ladepunkte in den Tiefgaragen der städtischen Wohnungsbaugesellschaften integrieren. Dort soll es auch möglich sein, einen eigenen Parkplatz mit Ladepunkt zu mieten.

Dazu sagt Nikolaus Gradl, verkehrspolitischer Sprecher der SPD/Volt-Fraktion:

„Die IAA Mobility 2023 und 2025 ist eine Chance, für München zu zeigen, was wir bei Elektromobilität zu bieten haben. Wir brauchen dringend mehre Ladesäulen und ein beschleunigtes Verfahren für Schnellladelösungen. Die große Zahl von Elektroautos in München kann auch als ein Speicher für überschüssige, regenerative Energie genutzt werden, wenn es genügend Ladepunkte gibt.“

Und SPD-Stadtrat Lars Mentrup sagt:
„Die Bundesregierung hat sich bereits unter der damaligen Kanzlerin Angela Merkel das Ziel gesetzt, bis 2030 15 Millionen Elektroautos in Deutschland zu haben. Von diesem Ziel sind wir weit entfernt. Daher braucht es eine zuverlässige Lade-Infrastruktur, die in ausreichender Zahl immer vorhanden ist. Dafür wollen wir in München als Vorbild vorangehen und dafür möchte ich mich auch im Landtag einsetzen.“