Bayern: Dreifachsieg für Landsberger Schülerinnen bei landesweitem Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken

Bayern: Dreifachsieg für Landsberger Schülerinnen bei landesweitem Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken
Landessiegerbild Bayern von Anna Mazzella (15) aus Landsberg am Lech / DAK-Gesundheit_Manfred Wigger
  • Dominikus-Zimmermann-Gymnasium erfolgreich „bei bunt statt blau“
  • DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken mit bundesweit rund 6.000 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern 

„bunt statt blau“: Unter diesem Motto beteiligten sich im Frühjahr bundesweit rund 6.000 Schülerinnen und Schüler am Plakatwettbewerb der DAK-Gesundheit gegen den exzessiven Alkoholkonsum bei Jugendlichen. Gleich drei Preise für die besten Plakate der Präventionskampagne der Krankenkasse in Bayern gingen nach Landsberg am Lech: Die 15-jährige Anna Mazzella vom Dominikus-Zimmermann-Gymnasium holte sich den Landessieg. Der zweite Platz ging an Melanie Kretschmer (17) und den dritten Rang belegte Amelie Wasser (15), ebenfalls Schülerinnen des Dominikus-Zimmermann-Gymnasiums. Für ihr bemerkenswertes Plakat erhielt Alea Kubani (13) den Sonderpreis „Junge Talente“. Sie geht in die siebte Klasse der privaten Realschule Pindl in Regensburg. Die vier Gewinnerinnen setzten sich gegen mehr als 1.100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Freistaat durch und wurden jetzt in München geehrt. Gesundheitsministerin Judith Gerlach übergab als Schirmherrin der Aktion in Bayern gemeinsam mit dem stellvertretenden DAK-Landeschef Rainer Blasutto sowie Vertreterinnen und Vertretern der Landesjury die Preise und Urkunden. 

Bayern: Dreifachsieg für Landsberger Schülerinnen bei landesweitem Plakatwettbewerb gegen Rauschtrinken
v. links n. rechts: stellvertretender DAK-Landeschef Rainer Blasutto, Landessiegerin Anna Mazzella, Gesundheitsministerin Judith Gerlach/ DAK-Gesundheit Stefan Ziegler

Ministerin Gerlach betonte: „Rauschtrinken ist nicht cool, sondern gefährlich. Schon kleine Mengen an Alkohol können bei jungen Menschen großen Schaden anrichten. Umso wichtiger ist es, möglichst früh über die Gefahren des Alkoholmissbrauchs zu informieren. Wir fördern daher in diversen Projekten, die als Zielgruppe insbesondere Jugendliche und junge Erwachsene in den Blick nehmen, einen verantwortungsvollen und bewussten Umgang mit Alkohol. Ich freue mich, dass sich Kinder und Jugendliche im Rahmen des Plakatwettbewerbs mit diesem wichtigen Thema und dessen Gefahren auseinandersetzen – und dabei gleichzeitig so tolle Kunstwerke entstehen. 

„Die Kunstwerke zeigen, wie intensiv sich die jungen Menschen mit den negativen Folgen eines zu hohen Alkoholkonsums auseinandersetzen“, unterstrich Rainer Blasutto. „Mit unserem Plakatwettbewerb setzen wir ein klares Zeichen gegen das sogenannte Komasaufen. Auch im kommenden Jahr führen wir unsere erfolgreiche Präventionskampagne ‚bunt statt blau‘ fort.“

Landessiegerin Anna Mazzella beschreibt ihre Gedanken zu ihrem Gewinnerplakat so: „Mit meiner Zeichnung möchte ich Jugendlichen Mut machen, neue Perspektiven zu entdecken. Vor allem, wie sich durch Farben und Licht in ihrem Leben eine neue Welt eröffnen kann. Ein neues Leben mit Wärme und Offenheit soll den Weg zu einem erfüllten und gesunden Leben ebnen.“ Mit ihrer kreativen Arbeit gewann die 15-Jährige den Hauptpreis von 300 Euro. 

Die Landesjury mit Hans Joachim von Zieten, Leiter der Jugendkunstakademie und Freien Akademie München für anthroposophische Kunsttherapie, Dr. Andrea Bobersky, Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention, und Jennifer Hein, Landessiegerin 2015, hatte mit der Vielzahl an hervorragenden Kunstwerken eine schwere Wahl, die Siegerplakate auszuwählen. 

Selbstgestaltete Plakate wirken
Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer umfangreichen Studie die Wirkung der selbst gemalten Plakate im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von Kindern und Jugendlichen gestalteten „bunt statt blau“-Plakate bei jungen Menschen die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im Juni wählt eine Bundesjury mit dem Sucht- und Drogenbeauftragten der Bundesregierung Burkhard Blienert, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinnerinnen und Bundesgewinner 2024. Die Bundessiegerehrung findet am 11. Juli in Berlin statt.  

15 Jahre „bunt statt blau“
„bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ 2024 ist bereits die fünfzehnte Auflage des kreativen Plakatwettbewerbs. Insgesamt haben seit 2010 mehr als 136.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie ist seit April 2010 von der Europäischen Kommission zertifiziert und erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau