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Bilanz zum 3. Bayerischen Blitzmarathon – Insgesamt 2.713 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt

München, 24.04.2015. Der dritte Bayerische Blitzmarathon ging am 23.04.2015 zu Ende und bestätigte überwiegend die positiven Erfahrungen der Voraktionen. Die Kraftfahrer waren im Bereich des Polizeipräsidiums München wiederum deutlich langsamer unterwegs als sonst. Viele haben erkannt, dass sie auch ohne zu schnell zu fahren pünktlich und damit vor allem sicher an ihr Ziel kommen.

Knapp 2,6 Prozent der rund 58.000 Fahrzeuge, die die Geschwindigkeitsmessstellen passierten, mussten dennoch beanstandet werden. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen geringen Anstieg der Beanstandungsquote.

Insgesamt mussten 2.713 Geschwindigkeitsüberschreitungen festgestellt werden.

Ein 35-jähriger Motorradfahrer fuhr am Vormittag des ersten Aktionstages in der Fürstenrieder Straße, bei zulässigen 50 km/h mit einer Geschwindigkeit von 105 km/h. Den Raser erwartet nun ein Bußgeld in Höhe von 560 Euro, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot.

Am Nachmittag des 21.04.2015 wurde in Ismaning auf der Bundesstraße 388 ein 35-jähriger Motorradfahrer geblitzt. Das Messgerät zeigte 115 km/h an, erlaubt sind dort 60 km/h. Er muss sich jetzt auf ein einmonatiges Fahrverbot, 2 Punkte in Flensburg und ein Bußgeld in Höhe von 480 Euro einstellen.

Bei den durchgeführten Kontrollen mussten darüber hinaus knapp über 400 Fahrzeugführer, u.a. wegen Fahren ohne Fahrerlaubnis, Fahren unter Alkohol- bzw. Drogeneinfluss, nichtangelegtem Sicherheitsgurt oder Telefonieren mit einem Smartphone/Handy beanstandet werden.

Die Münchner Polizei wird Geschwindigkeitsüberschreitungen, als eine der Hauptunfallursachen für schwerste Verkehrsunfälle, auch „außerhalb des Blitzmarathons“, besondere Beachtung schenken.

Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums München starben im Jahr 2015 bereits zwei Menschen wegen überhöhter Geschwindigkeit, 82 Menschen wurden verletzt. Raser müssen grundsätzlich stets damit rechnen, bei Geschwindigkeitsverstößen zur Rechenschaft gezogen zu werden.

Der Leiter der Verkehrsabteilung des Polizeipräsidiums München, Polizeidirektor Andreas Schaumaier: „Ich wünsche mir, dass die Einsicht der Kraftfahrer weiter zunimmt, dass zu schnelles Fahren kein Kavaliersdelikt ist, sondern Menschenleben gefährden kann. Ich appelliere an alle Fahrzeugführer, die Geschwindigkeitslimits zur eigenen und zur Sicherheit der anderen Verkehrsteilnehmer einzuhalten!“