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Donnerstag, 23 April 2026
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Bürgermeister Krause gibt Startschuss für Willy-Brandt-Platz-Umbau

Bürgermeister Krause gibt Startschuss für Willy-Brandt-Platz-Umbau
Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer, Bürgermeister Dominik Krause, der Vorsitzende des Bezirksausschusses Trudering-Riem, Stefan Ziegler, und die Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern, Friederike Fuchs, beim Baubeginn am Willy-Brandt-Platz. (Foto: Michael Nagy/Presseamt)

Bürgermeister Dominik Krause hat heute mit Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer und der Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern, Friederike Fuchs, den symbolischen Spatenstich für den Umbau des Willy-Brandt-Platzes in Riem gesetzt. Der zentrale Platz der Messestadt Riem ist bislang vollständig versiegelt und wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut. Grundlage der Planung sind Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft vor Ort.

Bürgermeister Dominik Krause: „Der Willy-Brandt-Platz ist in den 20 Jahren seines Bestehens immer ein Fremdkörper geblieben in der Messestadt, obwohl er so prominent und zentral gelegen ist – und doppelt so groß wie der Marienplatz! Die Menschen haben ihn einfach nicht angenommen, weil er nicht einladend war. Das ändern wir nun. Wir wollen mehr Grün wagen, um das berühmteste Zitat seines Namensgebers aufzugreifen. Mehr Bäume, mehr Grün, weniger Beton, hohe Aufenthaltsqualität und konsumfreie Räume. Wir schaffen einen Platz, der seinem herausragenden Namensgeber endlich gerecht wird. Aus einer versiegelten Steinwüste wird ein grüner Treffpunkt in der Messestadt.“

Baureferentin Dr.-Ing. Jeanne-Marie Ehbauer: „Der Umbau des Willy-Brandt-Platzes steht für einen lebendigen, einladenden öffentlichen Raum. Auf einer Fläche, die doppelt so groß ist wie der Marienplatz, dominierte bisher steinerne Leere. Große Teile der Platzfläche werden wir entsiegeln, naturnah gestalten und insgesamt ein hochwertiges, vielfältiges Aufenthaltsangebot schaffen, mit attraktiven Elementen wie Sitzmöbeln, Sportflächen oder Urban Gardening. So entsteht ein grüner, gesunder und klimafreundlicher Platz für alle Bewohner*innen und Besucher*innen der Messestadt Riem.“

Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern Friederike Fuchs: „Der Freistaat Bayern fördert das wunderbare und wegweisende Projekt mit einem Zuschuss in Höhe von 6,6 Millionen Euro aus dem Bayerischen Städtebauförderprogramm. Basis dafür ist die hervorragende planerische Vorbereitung, die die Landeshauptstadt München hier geleistet hat. Ich wünsche der Umsetzung gutes Gelingen und freue mich schon jetzt auf das Ergebnis!“.

Bereits seit Januar wurden auf der Platzfläche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Nun startet das Baureferat mit den Arbeiten an der Platzfläche.

Für einen zukunftsfähigen Baumbestand pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer ergänzt die Neupflanzungen. Es sorgt für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten. Der neue Willy-Brandt-Platz erhält abermals eine große, bodenbündige Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen.

Ab 2027 erfolgt die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume und der neuen Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten kann das Baureferat voraussichtlich bis Frühjahr 2028 abschließen.

Ein Schwerpunkt der Umgestaltung liegt auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet für eine sichere und komfortable Nutzung des Platzes. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer soll bis Ende 2027 erfolgen.

Der Willy-Brandt-Platz bleibt während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar. Die Erreichbarkeit der Riem Arcaden, der Hotels sowie der Zugang zur U-Bahn und den Bushaltestellen sind jederzeit gegeben. Das Baureferat legt großen Wert darauf, die Beeinträchtigungen durch die Baustelle so gering wie möglich zu halten.

Die vom Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro. Das Projekt wird zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen refinanziert. Dazu zählen Mittel des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit aus dem „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ für die Pflanzung der Bäume und deren anschließende Entwicklungspflege sowie aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ für das Verbreitern des bestehenden Radwegs. Das Projekt wird zudem über das bayerische Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats in Höhe von über 6,6 Millionen Euro gefördert.