Corona-Impfungen am Sonntag in München gestartet

Pünktlich zum bundesweiten Impfstart sind am heutigen Sonntag auch in München die ersten Menschen gegen das Coronavirus geimpft worden. Den Impfstoff erhalten haben Bewohner*innen und Beschäftigte einer vollstationären Pflegeeinrichtung in Freimann. Zehn mobile Teams des Impfzentrums München waren vor Ort, um 250 Dosen zu verimpfen, die die Landeshauptstadt bisher erhalten hat.

Die nächste Lieferung von Impfdosen wird bereits für 29. Dezember erwartet. Bis Ende Januar sollen 90.000 Dosen in München verimpft werden. Die Menge reicht aufgrund der notwendigen zweiten Impfung nach drei Wochen für 45.000 Menschen. Bis Ende März werden 244.000 Dosen erwartet, mit denen 122.000 Münchner*innen geimpft werden können. Alle weiteren Planungen hängen von der Menge des zur Verfügung gestellten Impfstoffs ab.

Jede Einheit muss aufgrund der begrenzten Haltbarkeit des aufgetauten Impfstoffes innerhalb von vier Tagen verbraucht werden. Zunächst sind in München zehn mobile Teams im Einsatz. Pro Team werden zirka 30 Impfungen pro Tag verabreicht, insgesamt also 300 pro Tag. Sobald ausreichend Impfstoff geliefert wird, werden zehn weitere Teams eingesetzt.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Ich freue mich, dass es heute endlich losgehen konnte und die ersten Personen auf ihren eigenen Wunsch geimpft wurden. Es muss uns klar sein, dass uns der heutige Impfstart kein schnelles Ende der Pandemie bringen wird. Zuerst wird nur so viel Impfstoff verfügbar sein, um mit der Immunisierung der am höchsten gefährdeten Personengruppe beginnen zu können.“

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek: „Bis der Impfstoff der breiten Bevölkerung zur Verfügung stehen wird, werden weitere Monate ins Land gehen. Die 20 Teams werden zunächst mobil in der Landeshauptstadt München dazu eingesetzt, die höchst vulnerablen Personengruppen zum Beispiel in den vollstationären Pflegeeinrichtungen vor Ort zu impfen. Der Impfstart im Impfzentrum der Messe München für die über 80-Jährigen wird voraussichtlich ab Ende Januar erfolgen.“

Es ist vorgesehen, diese Personengruppe in den nächsten Tagen in einem ersten Anschreiben auf die Möglichkeit einer Impfung hinzuweisen. Sobald über eine Hotline telefonisch beziehungsweise online Impftermine vereinbart werden können, wird ein zweites Schreiben folgen. Die Terminvereinbarung wird voraussichtlich im Laufe des Januar möglich sein.

Da anfangs nicht ausreichend Impfstoff für alle, die geimpft werden wollen, vorhanden sein wird, muss in den ersten Monaten der Impfung priorisiert, also festgelegt werden, wer sich bevorzugt impfen lassen kann. Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium eine entsprechende Verordnung erlassen, die auf einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission (STIKO) aufbaut. Die höchste Prioritätsstufe haben dabei unter anderem Bewohner*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen, über 80-Jährige und auch medizinisches und pflegerisches Personal, das durch die Arbeit besonders stark gefährdet ist sich anzustecken.

Insgesamt fallen in München rund 120.000 Menschen in diese höchste Prioritätsstufe. Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums wird vor dem Sommer keine Impfung der breiten Bevölkerung möglich sein. Deshalb weist das Gesundheitsreferat darauf hin, dringend weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln zu verfolgen und Kontakte weitestgehend zu beschränken.

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