
Von der beliebten Bergbahn zum urbanen Baumhaus: Das ist die Idee des BUCHBERG, eines neu entstandenen Ortes im Münchner Bahnhofsviertel, der Gastronomie, Kultur und öffentlichen Raum auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet. Heute wurde die Anlage am Karl-Stützel-Platz offiziell eröffnet.
Einiges haben die Skiliftstützen schon hinter sich. Im Oberland waren sie Teil eines Schlepplifts, der es Generationen von Wackersbergern und Tölzern ermöglichte, am Buchberg das Skifahren zu erlernen. Nach ihrer Reise stehen die Stützen nun zwischen den bestehenden Platanen des Alten Botanischen Gartens und tragen ein erhöhtes Plateau. Darauf ein luftiger Freisitz unter den Baumkronen, während am Boden ein Kioskcontainer die gastronomische Basis bildet. Was zunächst wie ein überraschender Eingriff wirkt, entfaltet vor Ort eine klare Idee: ein neuer Aufenthaltsort mitten im Münchner Bahnhofsviertel, mit Urban-Jungle-Feeling.
Grün, recycelt und für die Gesellschaft
Nachhaltigkeit ist hier kein Konzept, sondern Teil der Konstruktion. Das BUCHBERG zeigt, wie Materialien mit Geschichte in einen neuen städtischen Kontext überführt werden können und so weiterhin einen Beitrag für die Stadtgesellschaft leisten. Was früher alpine Infrastruktur war, ermöglicht es nun Bürgerinnen und Bürgern, unter den grünen Baumkronen des Alten Botanischen Gartens zusammenzusitzen und einen neuen Ort des Verweilens zu erleben – zwischen Stadt und Natur, Alltag und Auszeit. Ein gelungenes Beispiel für die Art von positiver Stadtentwicklung die München braucht.
Wer hinter dem BUCHBERG steht
Hinter dem Projekt stehen der Gastronom Florian Schönhofer (Café Kosmos) und David Boppert, Geschäftsführer der Münchner Kultur GmbH. Bereits im Sommer 2024 hatten die Initiatoren mit dem Projekt „Die Null“ erste Impulse zur Belebung des Karl-Stützel-Platzes gesetzt. Mit dem BUCHBERG folgt nun ein langfristig angelegtes Konzept, das den Ort dauerhaft prägen und weiterentwickeln soll, ganzjährig, auch über die Sommermonate hinaus. Die konzeptionelle und operative Leitung übernehmen Jonas Schönwälder und Leon Cubigsteltig. Impulsgeberin war die „Taskforce Bahnhofsviertel“ unter Leitung von Kreisverwaltungsreferentin Dr. Hanna Sammüller, die die Aufwertung des Ortes begrüßt.
Essen, Trinken, Ankommen
Gerade der Karl-Stützel-Platz und das Umfeld des Alten Botanischen Gartens gelten seit Jahren als herausfordernde Orte. Die Stadt arbeitet gemeinsam mit dem Kreisverwaltungsreferat daran, die Situation nachhaltig zu verbessern und den Raum stärker für die Stadtgesellschaft zu öffnen. Das BUCHBERG setzt genau hier an: nicht durch Verdrängung, sondern durch neue Nutzung, Präsenz und eine veränderte Atmosphäre. Ein differenziertes Nutzungskonzept steuert dabei bewusst den Umgang mit Konsum: Während alkoholfreie Getränke am Kioskfenster erhältlich sind, ist der Zugang zu alkoholischen Angeboten an das erhöhte Plateau gebunden. Dabei werden unterschiedliche Geschmäcker gleichermaßen abgedeckt: Das Angebot umfasst Heiß- und Kaltgetränke, Cocktails und Mocktails.
Raum für Begegnung und Kultur
Im Mittelpunkt steht ein offener Aufenthaltsort und sozialer Treffpunkt für alle, auch für die umliegenden Schulen und sozialen Einrichtungen wie das angrenzende Spielhaus Sophienstraße. Ergänzend zum gastronomischen Angebot soll das BUCHBERG künftig auch Raum für kulturelle und musikalische Veranstaltungen bieten. Zur Eröffnung sorgte bereits der Münchner Kneipenchor, eine feste Größe der lokalen Kulturszene, für musikalische Begleitung und stimmungsvolle Momente.
Mit der heutigen Eröffnung wurde erstmals sichtbar, was hier entsteht: ein urbaner Ort zwischen Stadt und Natur, zwischen Alltag und Kultur, mitten in München.
Informationen zum Projekt BUCHBERG finden Sie auf der Website sowie auf dem Instagram-Kanal @dasbuchberg.
Adresse: Karl-Stützel-Platz 1, 80333 München










