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Die Oide Wiesn 2015

Das Oktoberfest ist seit über 200 Jahren der Höhepunkt des Münchner Volksfestkalenders. 2010 setzte die Jubiläumsfeier „200 Jahre Oktoberfest“ der Wiesn die Krone auf: Nostalgische Volksfestattraktionen, bunte Trachtenpracht, Pferderennen nach dem Vorbild von 1810, Museums- und Tierzelt und vor allem Festzelte, in denen Gemütlichkeit und bayrisches Brauchtum gepflegt wurden, machten diese Veranstaltung zu einem großen Publikumserfolg, der sich 2011 mit der Oidn Wiesn als feste Einrichtung fortsetzte. Seither bekommt auf dem Südteil der Theresienwiese Volksfest-Tradition, bairisches Brauchtum, Münchner Gastlichkeit und jugendfrische VolXmusik einen festen Platz.

Die Schaustellerei

Fans historischer Fahrgeschäfte, die auf dem Oktoberfest bisher in der altehrwürdigen Krinoline ihre Runden drehten oder sich in der Hexenschaukel herumwirbeln ließen, finden auf der Oidn Wiesn pure Schaustellernostalgie. Hier dreht sich der „Kettenflieger Kalb“ von 1919, die „Dicke Berta“ stellt Muskelkraft auf die Probe und die „Fahrt ins Paradies“ über Berg und Tal erinnert an die gute alte Zeit. Die Ära von Rock ’n‘ Roll und Petticoat wird im rasanten Calypso der 1950er Jahre lebendig. Amüsement für Fahrgäste wie Zuschauer bietet das Velodrom mit seinen kuriosen Radrennen. Volksfest-Klassiker wie Schiffschaukel, Kinderkarussell und Kettenflieger runden neben historischen Wurf- und Schießbuden das Vergnügungsangebot ab. Familienfreundlich sind die Fahrpreise: Alle Fahrgeschäfte können für nur einen Euro ausprobiert werden.

Das Museumszelt

Im Museumszelt der „Münchner Schausteller-Stiftung“, deren Sammlung im Münchner Stadtmuseum verwahrt ist, wird die Geschichte des Oktoberfestes lebendig gemacht. Im Zentrum lädt die Münchner Schiffschaukel aus der Zeit um 1925 mit der prächtigen Dekoration zum Schaukeln ein. Süßigkeiten gibt es im „Wiener Eispalast“ von 1937; Brotzeit und Bier in der historischen Wurstbraterei. Das Leben der Schausteller wird über den ältesten erhaltenen Wohnwagen, Baujahr 1905, sowie weitere Wohn- und Packwägen präsentiert. Im Außenbereich stehen die alten Bulldogs und Zugmaschinen sowie mehrere Jahrmarkts- orgeln, die regelmäßig gespielt werden.

Ein Aktionsprogramm für Kinder im Museumszelt, organisiert und durchgeführt von „Kultur & Spielraum e.V.“, richtet sich an ein Familienpublikum und an Schulklassen. Hier können sich die Kinder an alten Wiesn-Spielen beteiligen wie Reifentreiben mit Holzrädern, Pferderennen mit Pappmaché-Pferden, Ringelstechen auf Böcken oder Bierfässern oder Mus-Essen mit verbundenen Augen. Dies alles findet im Freien statt und belebt somit das Umfeld des Museumszeltes. Bei schlechtem Wetter werden alle Veranstaltungen im Zelt durchgeführt.

Auf der Parade der Schaubude „Urwald-Dämonen“ spielen am Nachmittag verschiedene Musikgruppen traditionelle und neuere bayrischen Volks- musik. Das Museumszelt ist von 10 bis 22 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei, die Teilnahme an den Kinderspielen kostenlos.

Die Festzelte

Das Festzelt „Tradition“ der Wirtefamilien Winklhofer und Wieser setzt auf zünftige Blasmusik und Münchner Schmankerlküche. Traditions- bewusste können sich im Weißbiergarten zum Weißwurstfrühstück treffen. Für die jüngsten Wiesn-Gäste wird neben dem zelteigenen Biergarten ein kindgerechter Limogarten mit Limobrunnen eingerichtet. Erstmals können Kinder hier auch eigene Kindertoiletten benützen. Den erwachsenen Wiesn-Gängern wird das Augustiner-Festbier aus dem Holzfass schmecken, serviert im typischen Keferloher. Für die passende Stimmung sorgen die Trachtlerinnen und Trachtler der Brauchtumsvereine des bayerischen Oberlands mit Volksmusik und -tanz, Goaßlschnalzern und Schuhplattlern.

Das Herzkasperl-Festzelt des Münchner Volkskulturpreisträgers und Wirts der Traditionsgaststätte Fraunhofer Josef Bachmaier bietet der jungen Volksmusikszene eine Bühne. Einfallsreich, witzig, interkulturell, frech und auch mal aufmüpfig kommen die Musikantinnen und Musikanten daher. Mit dabei sind bekannte Formationen wie zum Beispiel der Niederbayerische Musikantenstammtisch, Zirbeldirn oder Coconami.

„Klassik meets Oktoberfest“: Seinen Einstand auf der Oidn Wiesn wird Bob Ross mit „Blechschaden“ geben. Der Tölzer Knabenchor singt am Eröffnungstag. Swing Combos bekommen hier ebenso eine Bühne wie der

Nachwuchs gestandener Blaskapellen. Von einer USA-Reise bringen die Musiker von „Kofelgschroa“ eine New Orleans Brassband mit ins Herzkasperlzelt.

Ein Tanzboden im Zelt und im Garten lädt zum Tanzen nicht nur von Zwiefachen ein. Die Küche bietet bodenständig-bayrische Schmankerl, aber auch vegane Spezialitäten und Bio-Hendl.

Die Oide Wiesn auf einen Blick
Areal: 3,5 Hektar auf dem Südteil der Theresienwiese
Eintritt: 3 Euro pro Person

Freier Eintritt für Kinder bis 14 Jahre und für Schwerbehinderte ab 50 Prozent mit gültigem Schwerbehindertenausweis sowie bei Vorlage eines Schwerbehindertenausweis mit Sichtvermerk B auch Begleitperson frei.

Fahrgeschäfte 1 Euro, die Eintrittskarte beinhaltet freien Eintritt zum Kulturprogramm der Festzelte

Betriebszeiten:  Kassenöffnung: täglich 9.30 Uhr Einlass: 10 Uhr

Beginn; 10 Uhr (am 19.9. Schaustellergeschäfte erst ab 12 Uhr) -Ausschank- und Musikende: 21.30 Uhr Betriebsende Gastro mit Sitzplätzen: 22 Uhr Betriebsende Schausteller/ Warenverkauf: 22.30 Uhr Schließen des Festgeländes: 23 Uhr.

Bierpreis auf der Oidn Wiesn: 10,10 – 10,20 Euro (2014: 9,80 – 9,90 Euro)