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DM München: Tina Dietze und Tom Liebscher verteidigen 500m-Titel

In den ersten Finalrennen der Leistungsklasse bei den Deutschen Rennsportmeisterschaften in München gaben am heutigen Nachmittag die Athleten der WM-Mannschaft von Mailand den Ton an. Tina Dietze und Tom Liebscher verteidigten ihre Titel im K1 über 500m vom Vorjahr, im C1 wurde Ronald Verch Deutscher Meister. In den abschließenden Viererrennen siegten die RG Baden-Württemberg bei den Damen, die RG des KV NRW im Kajak der Herren und die RG Sachsen in der neuen Disziplin C4 mixed.

Im mit sechs WM-Startern von Mailand besetzten K1-Finale der Herren gab es mit dem Sieg des Vizeweltmeisters Tom Liebscher (Dresden) vor Max Rendschmidt und Max Hoff (beide Essen) exakt die gleiche Reihenfolge wie im Vorjahr. „Eigentlich konnte ich als Titelverteidiger und deutsches WM-Boot ja nur verlieren. Aber die Fans erwarten von uns, dass wir uns stellen und unser Bestes geben. Ich hab‘ am Ende die beiden Maxe näher kommen sehen, da dachte ich mir, ‚jetzt nimmst du die Beine in die Hand'“, so Tom Liebscher.

Im K1 der Damen gewann die zweifache Bronzemedaillengewinnerin von Mailand Tina Dietze (Leipzig) mit einer Bootslänge Vorsprung vor Carolin Leonhardt (Mannheim) und Sarah Brüßler (Karlsruhe). „Irgendwie hatte ich vor dem Rennen etwas Angst vor mir selber. Am Ende lief es aber besser als ich dachte“, meinte die Sportsoldatin nach ihrem Erfolg. Seinen ersten DM-Titel im C1 über 500m erkämpfte der A-Finalist im C2 über 500m von Mailand Ronald Verch (Potsdam), er setzte sich vor Conrad Robin Scheibner (Berlin) und seinem Klubkameraden Jan Vandrey durch. „Es war schon schwierig, wieder in den Einer ’reinzukommen, nachdem in zuletzt ja zumeist C2 gefahren bin. Es war auch kein schönes Rennen, ich hab’ mich ganz schön durchgequält und war mir am Ende auch nicht sicher, ob ich gewonnen habe“ kommentierte der Potsdamer seinen Sieg.

In den Vierer-Finals sicherte sich im Kajak der Herren über 1000m bereits zum sechsten Mal in Folge das Boot des KV NRW in der diesjährigen Besetzung mit Max Rendschmidt, Max Hoff, Kai Spenner (alle Essen) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen-Sterkrade) den Titel vor dem Quartett der Renngemeinschaft Sachsen (Liebscher/Bachmann/Weise/Weise) und dem zweiten K4 aus NRW (Kux/Schmude/Kux/Gleinert). Im K4 der Damen über 500m siegte nach zwei Jahren Abstinenz diesmal wieder an die Renngemeinschaft Baden-Württemberg (Volz/Neher/Brüssler/Leonhardt) knapp vor der RG Sachsen (Dietze/Gebhardt/Kriegerstein/Knorr) und dem Boot des KC Potsdam (Weber/Waßmuth/Medert/Busch). Die Premiere im C4 mixed über 1000m entschied des Boot der RG Sachsen (Nuck/Kretschmer/Handrick/Holtz) deutlich vor den Potsdamer Booten Kuschela/Verch/Loske/Vandrey und Gintli/Dittrich/Preller/Regorius für sich. Peter Kretschmer zog danach das Fazit: „In der Besetzung ist es schon etwas anders, das merkt man. Man muss sich halt auf die Aufgabe einstellen, die Mädels können es ja mittlerweile auch. Und Johanna ist ’ne Gute, sie hat sich sehr gut angepasst“, meinte der C2-Finalist von Mailand. Im C2 der Damen über 500m holten sich die WM-Teilnehmerinnen Ophelia Preller und Annika Loske (Potsdam) den Sieg sowohl im Rennen der LK als auch bei den Junioren. Der KC Potsdam war bei den Junioren außerdem im K2 der Damen (Regorius/Thieme) und der Herren (Rosenhahn/Gecsö) erfolgreich. Ebenfalls auf zwei Junioren-Titel kam der SC Magdeburg durch Tim Weiß im K1 über 500m und durch Kliemann/Gebhardt im C2 über 1000m. Im C1 über 1000m siegte Nico Pickert (Bochum-Dahlhausen) und der Titel im K4 über 500m ging an die Juniorinnen der RG Baden-Württemberg (Hofmann/Riedel/Schmidt/Jhonson). Text: H.-P. Wagner

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