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Dublin: Die angesagte Stadt – kulturell, kurios und voller Klang

Nach dem irischen Dubh Linn, nach einem „schwarzen Teich“ benannt, der sich einst am Standort des heutigen Dublin Castle befand, ist Dublin eigentlich die Gründung der Wikinger als Königreich. Das Schloss selbst war eine Normannenburg, später ein britisches Bollwerk. Da kommt von Anfang an eine Menge Geschichte zusammen. Und nicht genug damit war Dublin im 17. Jahrhundert die zweitgrößte Stadt des Britischen Empires und die fünftgrößte Europas.

Diesen großen Entwurf spürt man schon bei einem ersten Gang über die Halfpenny Bridge, die die vom River Liffey getrennten, völlig unterschiedlichen Nord- und Südteile der Stadt seit 1815 verbindet. Im Norden die Theater, der berühmte Prominentenfriedhof Glasnevin und der Hafen, im Süden die Museen, Restaurants, das Regierungsviertel und das ehrwürdige Trinity College, an dem sich Samuel Beckett als Dozent einst fast zu Tode langweilte und es vorzog, seine Studien in den Pubs abzuhalten. Auch von dieser Kulturinstitution Pub vereint der Süden die meisten und neben der St. Patrick´s Cathedral auch die meisten Kirchen.

Durch diesen Süden zieht sich die Dub-Line, ein ausgewiesener Weg zu den großen und kleinen Sehenswürdigkeiten wie den nooks and crannies, den zahllosen verwinkelten Gassen des Temple Bar Viertels. Sie sind eine Art DNA der Dubliner Kulturgeschichte, durchzogen von traditionellen Bars und Pubs, in denen beste Irish Music die Abende anheizt. Auf der Dub-Line liegen auch das Dublin Castle und das College Green mit der Old Library und dem tausend Jahre alten Book of Kells. Weitere interessante Touren findet man auf der Dublin Webseite.

Verliert man aber den Faden der Dub-Line – und das geschieht angesichts der vielen Sehenswürdigkeiten leicht – landet man seitwärts in der Grafton Street und entdeckt den wahren Puls der Stadt neu. Man muss nur zwischen all den Shops, dem klassisch-luxuriösen Kaufhaus Brown Thomas, dem Blumenmarkt und der Statue des Rockpoeten Phil Lynott bei einem der immer auf Posten stehenden Straßenmusiker verweilen. Dann kommt Dublins Vibe der Musik und Poesie in Fahrt und man wird vielleicht das Gefühl nicht mehr los, dass diese Stadt ständig irgendeine ihrer kuriosen Geschichten erzählt. Und damit hört sie auch im georgianischen Powerscourt Townhouse Centre nicht auf. Der gigantisch schicke Einkaufstempel vereint das einst klassische Dublin mit moderner Innenarchitektur und ist mit Antiquitätenhändlern, Juwelensammlungen wie auch Shops für Edelmarken geradezu ein Paradebeispiel dafür, wie sich die Stadt an der Liffey durch die Jahrhunderte immer wieder kreativ erfindet. Die waghalsigen Kurven und Kanten des Atriums im Powerscourt Centre sind für Architekturstudenten zum Prüfungsthema geworden. Und schon haben die Dubliner ein neues Wort ins Repertoire aufgenommen: „Kulturshopping“ ist angesagt.

Link:
www.ireland.com/de-de/reiseziele/republic-of-ireland/dublin/dublin-city/artikel/dublin-city
www.failteireland.ie/Supports/Develop-your-tourism-enterprise/Key-Projects-Carousels/Dublin-Discovery-Trail.aspx
www.visitdublin.com/dublin-a-to-z/results/tours/201