E-Bikes großer Gewinner der Mobilitätswende

E-Bikes großer Gewinner der Mobilitätswende

Ein großer Gewinner der angestoßenen Mobilitätswende sind die E-Bikes. Immer mehr
Bundesbürger sind mit den Akku-Bikes unterwegs. Die Verkaufszahlen zeigen steil nach
oben, der Branche scheint die Sonne ins Gesicht. Wir haben uns in München auf die
Suche nach Trends und dem besten Preis-Leistungsverhätnis gemacht.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ob Pendeln, Einkaufen oder Wochenend-Ausflüge – für praktisch alles muss inzwischen das E-Bike herhalten. Stark wie nie ist der Absatz im Jahr 2020 gestiegen, knapp 2 Mio. E-Bikes wurden in Deutschland verkauft. Mit dem Boom werden die Bikes agiler, schicker und leistungsstärker. Und damit ist ein großer E-Bike-Trend hier auf der IAA Mobility schon benannt: Die bei den Käufern sehr beliebten, komfortablen Stadträder sollen immer mehr Akku-Power haben, wünscht der Kunde, trotz oft kurzer Fahr-Strecken:

Florian S. Walden, Pegasus: „Dann wird’s entscheidend bei den Motoren. Jeder fragt immer: Größere Akkus? Größere Akkus? Da ist Bosch grade rausgekommen mit dem neuen System, 750Wh-Akku, sprich größere Reichweite. Dann gibt’s generell nochmal einen Trend, vom Trekking-Rad zum Trekking-Rad-Plus, ein SUV-Bike. Du hast breitere Reifen, noch ein bisschen mehr Komfort.“

Auch bei sportlichen oder sehr sportlichen Bikes sind die Ziele eigentlich alte Bekannte in der Branche: Leichter sollen die Räder sein, sie dürfen dabei aber keine Kompromisse bei Qualität oder Performance machen. Dieser Hersteller bietet ein Full-Suspension-Mountain-Bike mit großem Akku und starkem 85Nm-Motor an, das keine 20kg wiegt. Preislich liegt das feine Stück dann aber auch jenseits der 10.000 Euro. Das ist nicht die Norm.“

Hendrik Gehring, Bulls: „2000 Euro ist so der Bereich, wo es losgeht. Dann erfahren die Fahrräder eine deutliche Steigerung in der Ausstattung wenn ich etwas teurer werde. Und so um die 4000 Euro herum sage ich: Das ist ein Fahrrad, das würde ich meinem guten Freund empfehlen.“

Um die Reichweite zu erhöhen, gehen die Hersteller unterschiedliche Wege. Bulls bietet einen Akku, der über 900Wh speichert – damit wird ein zweiter Akku meist überflüssig und somit auch nicht angeboten. Flyer beispielsweise möchte mit einem Range-Extender den Radius des Bikers erweitern – der Zusatz-Akku ist natürlich abnehmbar.

Silas Furrer, Flyer: „Man hat dann natürlich die Option, dass man für den Alltag den Range Extender weglassen kann, wenn man ihn möchte für eine lange Tour am Wochenende, kann man ihn hinzufügen und hat dann die 1290 Wh Akkukapazität.“

Noch ein Trend? Digitaler werden die Gadgets. Das Schloss wird jetzt mit dem Handy geöffnet – Schlüssel überflüssig. Oder der Fahrradhelm, der beim Sturz über Bluetooth und das Smartphone Hilfe ruft. Ein digitaler Lebensretter, im Zweifelsfall.