E-Mobilität: München muss jetzt handeln

E-Mobilität: München muss jetzt handeln
Um die Elektromobilität im Interesse des Klima- und Umweltschutzes zu fördern, muss ein verlässliches Netz an Schnellladestationen installiert werden. Vor allem in München ist der Ausbau laut ADAC jetzt zwingend erforderlich. - Quelle: ADAC Südbayern

Das Angebot von Elektroautos steigt: Zwar betreibt die Stadt München aktuell über 350 Ladestationen, davon sind aber lediglich zwei Säulen so genannte Schnelllader. Der ADAC fordert deshalb nun den zeitnahen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur in der Landeshauptstadt.

Das Angebot von Elektroautos steigt: Nach bereits verfügbaren Modellen wie BMW i3, Nissan Leaf oder Renault Zoe kommen auch dieses Jahr weitere interessante Elektromodelle mit praxistauglichen Reichweiten auf den Markt. Zwar betreibt die Stadt München aktuell über 350 Ladestationen mit jeweils zwei Ladepunkten – bis Jahresende sollen es sogar 550 sein –, davon sind aber lediglich zwei Säulen so genannte Schnelllader. Dies kann ein Grund sein, warum viele beim Autokauf kein Elektrofahrzeug wählen. Deshalb fordert der ADAC die Stadt München jetzt zum schnellstmöglichen Ausbau der Schnellladeinfrastruktur auf.

E-Mobilität als Beitrag für Klima- und Umweltschutz
Die Elektromobilität hat laut ADAC das Potenzial, einen wesentlichen Beitrag für Klima- und Umweltschutz zu leisten. Vor allem in München sind Durchreisende, Stadtbewohner und Flottenbetreiber wie Taxiunternehmen auf Schnelllader angewiesen und warten händeringend auf eine Erweiterung der vorhandenen Infrastruktur. „Deshalb brauchen wir jetzt zwingend eine größere Anzahl an so genannten DC-Ladesäulen mit einer zeitgemäßen Leistung von mehr als 100 Kilowatt (kW), wodurch der Akku deutlich schneller voll wird als bisher“, weiß Florian Hördegen, Verkehrsreferent im ADAC Südbayern. Zum Vergleich: Ein modernes Elektroauto kann mit einem Schnelllader innerhalb 20 Minuten aufgeladen sein, bei einer herkömmlichen Station dauert es mehrere Stunden. Stromtankstellen für daheim leisten je nach Fahrzeug zwischen 3,7 und 22 kW.

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ADAC Südbayern fördert E-Mobilität
Der ADAC Südbayern, mit über 2 Millionen Mitgliedern drittgrößter aller 18 deutschen Regionalclubs, rief vor zwei Jahren in München das TaxE-Projekt ins Leben, das auch die Landeshauptstadt München im Rahmen einer Kooperation unterstützt. Ziel sind alternative Antriebsformen bei der Personenbeförderung. „E-Fahrzeuge bedeuten saubere Luft und weniger Lärm in Münchens Straßen. Für die Taxi-Unternehmer bedeuten sie weniger Wartung und Verschleiß. Je mehr E-Fahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sind, desto schneller schaffen wir die Verkehrstrendwende weg von fossilbetriebenen Fahrzeugen hin zu moderner, sauberer Mobilität, wie sie zu einer schnell wachsenden Metropole wie München passt“, betont Hördegen.