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Earth Hour am 25. März 2017: Klimaschutz in München

Rund um die Welt gehen am Samstag, 25. März, um 20.30 Uhr für eine Stunde die Lichter aus – ein Zeichen für den Klimaschutz. Die Landeshauptstadt München nimmt heuer bereits zum achten Mal an der Aktion des World Wide Fund For Nature (WWF) teil. In diesem Jahr wird die abendliche Anstrahlung der Frauenkirche, der Theatinerkirche, des Rathauses, des Friedensengels sowie der Ruhmeshalle und der Bavaria für eine Stunde abgeschaltet.

Umweltreferentin Stephanie Jacobs erklärt: „Den Kommunen kommt beim Klimawandel eine besondere Bedeutung zu. In Städten wohnen die meisten Menschen und hier werden die meisten Treibhausgase produziert. Deshalb will auch München seinen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel der Pariser UNO-Klimakonferenz leisten. Ich will mich dafür einsetzen, dass unsere Stadt bis 2050 klimaneutral wird. Die Stadtverwaltung schafft das nicht alleine. Nur gemeinsam geht es. Alle sind aufgerufen, ihren Energieverbrauch zu überdenken. Die Earth Hour ist wichtig, dass wir uns an unseren CO2-Fußabdruck erinnern, aber das sollten wir nicht nur an einer Stunde tun, sondern jede Stunde, jeden Tag.“

München handelt beim Klimaschutz

Was die Stadtverwaltung direkt oder auch mittelbar beeinflussen kann, setzt sie im Integrierten Handlungsprogramm Klimaschutz in München (IHKM) mit über 100 Maßnahmen um. Das IHKM bündelt die zahlreichen Aktivitäten der Stadtverwaltung beim Klimaschutz und baut diese weiter aus. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Energiemanagement bei stadteigenen Gebäuden und der elektrischen Infrastruktur, wobei das Baureferat eine Schlüsselfunktion hat. „Von Wärmedämmungen und energetisch optimierten Beleuchtungen bis zum Ausbau städtischer Photovoltaikanlagen verfolgen wir aktiv zahlreiche Schritte. Damit konnten wir die Endenergieverbräuche bei stadteigenen Gebäuden und der elektrischen Infrastruktur sowie die entsprechenden CO2-Emissionen seit 1990 um zirka ein Drittel senken“, sagt Baureferentin Rosemarie Hingerl.

Weitere Projekte sind beispielsweise die Angebote des Bauzentrums München, das Beratung im Bereich Energieeinsparung und Wohnen bietet. Mit dem Förderprogramm Energieeinsparung (FES) erhalten Münchnerinnen und Münchner finanzielle Unterstützung bei energetischen Baumaßnahmen, die über die Bundesvorschriften hinausgehen. Hierfür stehen jährlich 14,5 Millionen Euro zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurde außerdem die Förderung für Gewerbegebäude ausgeweitet.

„Mit Deutschlands größtem städtischen Förderprogramm für Elektromobilität leisten wir mit über 30 Millionen Euro einen gewichtigen Beitrag zur Verkehrswende in München: weg vom Verbrennungsmotor hin zu sauberer und leiser Elektromobilität. Außerdem müssen die Ladesäulen, die wir fördern, mit sauberem Ökostrom betrieben werden,“ erklärt Jacobs. Die neue Beschaffungsleitlinie der Landeshauptstadt München sieht vor, dass die Verwaltung und ihre Dienststellen Fleischprodukte zu 30 Prozent aus biologischer und gleichzeitig regionaler Herstellung beziehen. Bei städtischen Empfängen soll die Quote sogar auf 100 Prozent gesteigert werden. „Mit kurzen, regionalen Transportwegen halten wir den CO2-Fußabdruck niedrig. Bio-regional ist der neue Goldstandard bei der städtischen Beschaffung“, so Jacobs.

Was kann man selbst tun?

Möglichkeiten, auch über die Earth Hour hinaus aktiv zu werden, gibt es viele. Der Wechsel zu Ökostromangeboten senkt die persönlichen CO2-Emissionen und bringt die Energiewende voran. Im Haushalt wiederum gibt es zahlreiche Möglichkeiten, Energie zu sparen: Effizientes Heizen und Lüften, der Einsatz von schaltbaren Steckerleisten, um Standby-Verluste zu minimieren, oder auch der Austausch des alten Kühlschranks gegen ein effizientes Neugerät sind nur einige Beispiele. Bei der Ernährung empfiehlt sich eine fleischarme Ernährung mit regionalen und Bio-Lebensmitteln. Und: Eine nachhaltige Mobilität mit dem Fahrrad hält nicht nur fit, sondern schont auch die Umwelt. Ziel sollte es sein, so viele Emissionen wie möglich zu reduzieren.

Wer mitmachen möchte, findet im Internet unter wwf.de/earthhour Tipps für die eigene Earth Hour zuhause.

Während der vom World Wide Fund For Nature (WWF) initiierten Earth Hour hüllen tausende Städte ihre bekanntesten Bauwerke in Dunkelheit, darunter zum Beispiel Big Ben in London oder die Christus-Statue in Rio de Janeiro.