Ein Tattoo für mehr Weiblichkeit – Der Flughafenverein München übernimmt die Kosten für drei Brustwarzenrekonstruktionen

Ein Tattoo für mehr Weiblichkeit
Quelle: Andy Engel

Von Brustkrebs betroffene Frauen, die eine Amputation hinter sich haben, können direkt beim Flughafenverein München e.V. einen Antrag zur Kostenübernahme stellen. Im September 2020, Flughafen München – Eine ganz besondere Aktion plant der Flughafenverein München e.V.: Er will die Kosten für drei Brustwarzenrekonstruktionen in Form eines 3D Tattoos für an Brustkrebs erkrankte Frauen übernehmen. Betroffene Frauen, die eine Brustamputation und einen Wiederaufbau der Brust hinter sich haben, können sich beim Verein melden und erzählen, warum gerade sie die finanzielle Unterstützung für eine Brustwarzenrekonstruktion benötigen, die dann von Andy Engel und seiner Andy Engel BWK GmbH ausgeführt wird. Ihren Antrag senden Interessierte postalisch an den Flughafenverein München e.V., Postfach 23 17 55, 85326 München-Flughafen oder per E-Mail an info@flughafenverein.de.

Für Thomas Bihler, Vorsitzender des Flughafenvereins, ist die Aktion ein Herzensthema: „Ein guter Freund hat seine Frau vor Jahren an Brustkrebs verloren“, erklärt Bihler. Das habe ihn sehr mitgenommen und beschäftige ihn auch heute noch. Deshalb startet er mit dem Flughafenverein München e.V. in Kooperation mit der Bayerischen Krebsgesellschaft und dem weltweit bekannten und renommierten Tätowierer Andy Engel eine Aktion für an Brustkrebs erkrankte Frauen, die eine Amputation hinter sich haben: „Wir wollen drei Frauen eine Brustwarzenrekonstruktion in Form eines 3D Tattoos bezahlen und ihnen damit ein Stück ihrer Weiblichkeit zurückgeben“, sagt Bihler. In der Regel werden Brustwarzenrekonstruktionen in Form eines 3D-Tattoos dank der intensiven Aufklärungsarbeit von Andy Engel und seinem Team von etwa 50 Prozent aller Krankenkassen übernommen. Die Hälfte aller Frauen müssen für die Kosten selbst aufkommen – für viele Frauen eine nicht zu überwindende  Hürde. Mit der Aktion will der Flughafenverein München aufrütteln und aufmerksam machen: „Brustkrebsfrüherkennung, die Behandlung und auch die Nachsorge sind wichtige Themen, über die wir sprechen müssen“, erklärt der Vorsitzende vom Flughafenverein.

Andy Engel, Tätowierer aus Kitzingen,  widmet sich diesem Thema leidenschaftlich und hat es schon lange als sein „Baby“ entwickelt.  Er setzt sich bereits seit 12 Jahren für die professionelle Rekonstruktion von Brustwarzen ein und konnte in den vergangenen Jahren mit unzähligen Vorträgen in Kliniken, auf Ärztekongressen und Patiententagen Aufklärung zu diesem so wichtigen Thema leisten. Engel ist auch Gründer der Andy Engel BWK GmbH & CO. KG, die an mittlerweile zwanzig Partner-Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz mithilfe von 3D-Tattoos Brustwarzen für krebserkrankte Frauen rekonstruiert. Andy Engel selbst hat bereits mehr als tausend Frauen neue Brustwarzen tätowiert. Der Kitzinger erzählt: „Viele Frauen leiden nach überstandener Krebserkrankung psychisch unter den Folgen amputierter Brüste und der nicht vorhandenen Brustwarzen. Hier will ich mit meiner Expertise und meinem Können helfen.“ Die Ergebnisse sehen täuschend echt aus. „Durch meine besondere Tätowiertechnik und die von mir entwickelte und für mich produzierte Farbpalette mit unterschiedlichsten Hauttönen sind wir in der Lage, Brustwarzen in 3D-Optik so zu tätowieren, dass sie wie echte Brustwarzen aussehen“, sagt Andy Engel. Das helfe vielen Frauen zurück zu mehr Selbstbewusstsein und Freude am Leben.

Die Aktion vom Flughafenverein München e.V. wird auch von der Bayerischen Krebsgesellschaft unterstützt. „Wir beraten in unseren 13 Psychosozialen Krebsberatungsstellen und diversen Außensprechstunden in Bayern viele Frauen nach der Diagnose Brustkrebs. Eine Rekonstruktion trägt dazu bei, sich wieder weiblich und wohler zu fühlen. Deshalb informieren wir gerne über diese innovative Form des 3D-Tattoos. Zugleich geraten aber auch viele Patientinnen aufgrund ihrer Krebserkrankung in finanzielle Not. Hier können wir über unseren Härtefonds im Ernstfall auch finanzielle Unterstützung anbieten“, erklärt Gabriele Brückner, Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft. Dass Andy Engel unter dem Dach der Andy Engel BWK GmbH auch Vorträge und Schulungen für Ärzte und Kliniken anbietet, findet Brückner gut: „So schaffen wir es, medizinische Expertise und professionelles Knowhow für 3D-Tattoos zusammenzubringen.“ Und man komme dem Ziel näher, jeder Frau bei Bedarf eine professionelle Rekonstruktion der Brustwarze mittels 3D-Tattoos zugänglich zu machen. Der Flughafenverein München e.V. macht mit seiner Aktion einen ersten Schritt und übernimmt die Kosten für drei Brustwarzenrekonstruktionen, durchgeführt von Andy Engel.

Betroffene Frauen, die vom Flughafenverein unterstützt werden wollen, senden ihre Geschichte postalisch an den Flughafenverein München e.V., Postfach 23 17 55, 85326 München-Flughafen oder per E-Mail an info@flughafenverein.de

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