Emotionale Momente auf der Feuerwache 3 (Theresienhöhe)

Emotionale Momente auf der Feuerwache 3 (Theresienhöhe)
Foto © Berufsfeuerwehr München

Heimeranstraße – Feuerwache 3 – Der heute 36-jährige David hat am Mittwochnachmittag seine Retter auf der Feuerwache 3 besucht. Für alle ein emotionaler Moment.

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Die Geschichte beginnt am 3. Februar 2023 mit einem Notarzteinsatz in Sendling. Der bei Eintreffen des Notarztteams ansprechbare David schildert den Einsatzkräften Brustschmerzen. Wenige Minuten später bricht er leblos zusammen. Sofort beginnen der Notarzt und sein Fahrer mit der Reanimation, werden von der Rettungswagenbesatzung unterstützt. Sie fordern zur Rettung und Unterstützung ein Hilfeleistungslöschfahrzeug und eine Drehleiter nach. Während der Reanimation erfahren die Feuerwehrleute von einer schweren Vorerkrankung des Herzens und dass er auf ein Spenderherz wartet. Nach etwa 5-minütiger Reanimation beginnt das Herz von David wieder von selbst zu schlagen. Ein schnellstmöglicher Transport in die Klinik, in der er bekannt war, wird organisiert. Bereits im Schockraum warten seine behandelnden Ärzte auf ihn. Damit war der Einsatz beendet. Man sprach einige Tage über den Einsatz und die Geschichte des jungen Mannes, verarbeitete das Geschehen und hat von David nichts mehr gehört.

Im Sommer 2023 kam es zufällig zu einem erneuten Aufeinandertreffen. Die Besatzung eines Kleinalarmfahrzeuges war zu einem Wasserschaden alarmiert worden. David, der in dem Haus wohnte, sah das Einsatzfahrzeug und sprach die Kollegen direkt an. „Sind Sie von der Feuerwache 3, haben Sie mir das Leben gerettet?“ Und so kam der Kontakt dann wieder zustande.

Am Mittwoch folgte endlich ein Treffen mit seinen Rettern. Er besuchte mit seiner Familie die Feuerwache 3. David erzählte, dass er zwei Wochen nach dem Notfall ein Spenderherz bekam und wie es mit ihm dann weiter ging. Wie dankbar er den Ärzten, Pflegern und natürlich auch den Rettungskräften, die bei seinem Zusammenbruch vor Ort waren, ist. Seine Retter der Feuerwehr zählen für ihn zu seiner Familie. Gerade diese Worte nahmen die gestandenen Feuerwehrleute ergriffen, aber auch dankbar und ein wenig stolz entgegen.

Das sind die Momente, die einen ein ganzes Feuerwehrleben begleiten und einem so viel geben.

Auch wir sagen: Danke David.