Endspurt für den ersten Bauabschnitt: So läuft‘s auf der Großbaustelle des Deutschen Museums

Endspurt für den ersten Bauabschnitt: So läuft‘s auf der Großbaustelle des Deutschen Museums
(v. li.) Kurator Thomas Röber, Kuratorin Sabine Gerber, Generaldirektor Wolfgang M. Heckl und der Hauptverantwortliche für den Bau, Dieter Lang (v. l.), informieren vor einer historischen Almhütte im Deutschen Museum zum Stand der Modernisierung. Foto: Deutsches Museum

Vier Jahre nach dem Ausräumen der Ausstellungen des Deutschen Museums kommen jetzt die ersten Objekte auf die Museumsinsel zurück. Die erste Ausstellung „Landwirtschaft und Ernährung“ wurde bereits vom Bau an die Ausstellungsmacher übergeben. Die ersten Großexponate sind schon im Museum und werden dort zusammengebaut. Die Almhütte aus dem Tegernseer Land, die Brauerei des Museums, die tonnenschwere Tür eines historischen Brotbackofens – all das ist jetzt schon in der Ausstellung zu sehen, die für die Besucher im Dezember 2021 öffnen soll. Nach vielen Schwierigkeiten und Geldsorgen ist der erste Bauabschnitt des Museums auf der Zielgeraden.

„Wir freuen uns sehr, dass es gerade ziemlich gut läuft“, sagt Generaldirektor Wolfgang M. Heckl. „Nach den Finanzierungszusagen im vergangenen Jahr können wir jetzt auch den zweiten Bauabschnitt planen, und die Corona-Krise hat momentan erfreulich wenig Auswirkungen auf die Baustelle.“ Der Hauptverantwortliche für den Bau, Dieter Lang, ergänzt: „Natürlich spielt Corona auch auf der Baustelle eine große Rolle. Es besteht immer die Gefahr, dass Lieferketten abreißen, Quarantänemaßnahmen erforderlich werden oder Bautrupps aus dem Ausland nicht zur Arbeit erscheinen können. Wir können also keine wirkliche Garantie für den Termin geben, aber wir sind momentan optimistisch und halten an dem Eröffnungstermin fest.“ Immer gesetzt den Fall: Es kommt nicht doch noch zu gravierenden Corona-Folgen. Eine weitere Verzögerung wie durch die Architekten-Insolvenz im vergangenen Jahr könnte das Museum kaum kompensieren.

In der Ausstellung „Landwirtschaft und Ernährung“ ist der Bau bereits abgeschlossen; die Einrichtung der Ausstellung hat begonnen. Als nächstes folgt die Ausstellung „Gesundheit“ gleich nebenan im dritten Obergeschoss, direkt unter dem Dach. Dort hält jetzt die historische Apotheke Einzug, die bisher in der Pharmazie zu sehen war. Selbst das wertvolle Deckengemälde zieht mit um. Und auch in der neuen Dauerausstellung Elektronik ist ein Exponat eingezogen – der „Schrotttornado“, der eindringlich zeigen wird, in welchen Ausmaß die Menschheit inzwischen Elektronikschrott produziert.

Insgesamt 21 Dauerausstellungen wird das Museum bei der Eröffnung des ersten Bauabschnitts haben, 19 davon sind komplett neu. Die richtig großen Herausforderungen beim Einräumen kommen erst noch: Dann, wenn etwa Anfang 2021 die großen Flugzeuge auf die Museumsinsel zurückkehren. „Ich freue mich schon auf das Wiedersehen mit der Tante Ju“, sagt Generaldirektor Heckl.

 

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