The Dø live in der Freiheizhalle München

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Datum/Zeit
Datum - 05.11.2015
Uhrzeit - 20:30 - 21:45

Location
Freiheiz München

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Kraftvoll, intensiv, stimmig. „Shake, Shook, Shaken“ ist die Expedition der besonderen Art von The Dø. Olivia Merilahti und Dan Levy haben schon immer das Risiko gesucht, statt Bequemlichkeit und Kompromisse. Mit ihrem dritten Album vollzieht das franco-finnische Duo einen radikalen Wandel – eine futuristische Kehrtwende, getragen von einem synkopierten Electro-Beat.

Nach dem herrlichen Zufall „A Mouthful“ (2008) und dem organischen Experiment „Both Ways Open Jaws“ (2011), reagiert „Shake, Shook, Shaken“ mit neuen Erfordernissen, die in der Ansicht der Betroffenen zum „Dogma“ erhoben wurden: Dan und Olivia haben sich absichtlich gegen akustische Instrumente ausgesprochen, um den Fokus auf synthetische Dancesounds und Percussion legen zu können: „Als wir mit der Arbeit an diesen Songs begannen, gingen wir nur mit Laptop und Keyboard zu Werke. Dieser Aufbau wurde schnell zu einer Obsession; diese Form von Minimalismus, bei dem der Verzicht auf ‘reale’ Instrumente uns zu dem Punkt eines neuen Arbeitsethos führten: auf Gitarren, die zuvor fast schon übermäßig eingesetzt wurden, wurde absichtlich verzichtet. Mit „Shake, Shook, Shaken“ lag unser Ziel darin, uns wieder die Sounds anzueignen, die wir davor unterschätzt haben, wobei wir uns zugleich mehr auf eine Pop-Ästhetik geeinigt haben.“

Von ihrem Studio aus, einem idyllischen Wasserturm aus dem 18. Jahrhundert, betrieben sie ihre Nachforschungen. Zwischen Selbstbeschränkung und Reinheit liegt Transzendenz. Dazu Dan: „Wir haben alle Register gezogen. Wurde etwas mal zu verschnörkelt, haben wir Kleinholz daraus gemacht. Wir wollten ein monumentales Album schaffen, mit Elementen von Heldentum, Comedy und Manga. Ein Album mit Superhelden. Es ging nicht darum, grüblerisch oder naturalistisch zu klingen. In diesen Bereichen haben mich synthetische Klänge nie so sehr angesprochen.“

Getreu ihres Rufs sind Olivia und Dan bei der Umsetzung der Platte erneut fast autark vorgegangen; zusätzliche Unterstützung lieferte nur noch Tonmeister Fab Dupont. „Er hat in unseren üppigen, dichten Kompositionen Räume eingefügt und sein Mix lieferte die Klarheit, auf die wir es abgesehen hatten. Das war die einzige Hilfe von außerhalb, die wir zuließen, dafür jedoch eine wesentliche.“

Olivia und Dan schaffen es, sowohl intellektuelle als auch intuitive Musik zu machen, und schlagen dabei Brücken zwischen Gegenwart und Zukunft. Mit seinem vielseitigen Ansatz und einer generellen Kompromisslosigkeit zeugt „Shake, Shook, Shaken“ von einer Experimentierfreude, die sich auf unerforschtes Terrain begibt.

Tickets: www.muenchenticket.de

Quelle: Veranstalter - Irrtümer und Änderungen vorbehalten!