Fahrplan 2020: Mehr Bahn für Bayern

Infografik: Streckenverlauf Berlin-München
Quelle: Bahn AG

Einstieg in den Deutschlandtakt auf der Linie München – Berlin • Bahn weitet das Angebot noch weiter aus • Mehr Direktverbindungen und Städteverbindungen im Fernverkehr
 
Mehr ICE für eine starke und klimafreundliche Schiene – das erwartet die Kunden im nächsten Fahrplanjahr auch in Bayern. Das Angebot zwischen Berlin und München wächst beispielsweise um rund 10 Prozent. Mit dem neuen Fahrplan bietet die Bahn insbesondere zwischen München und Berlin noch mehr Verbindungen an. Zusätzlich zu den fünf täglichen Sprinterzügen, die in weniger als vier Stunden die Landes- und Bundeshauptstadt verbinden, gibt es künftig einen echten Stundentakt für München und Nürnberg.

Fast alle Züge halten dabei auch in Bamberg. In Coburg wird die Zahl der ICE-Halte um zwei auf acht am Tag steigen. Ab Montag, 15. Oktober 2019, können Tickets für das neue Fahrplanjahr gebucht werden. Fahrplanwechsel ist traditionell am 2. Dezemberwochenende, heuer also am 15. Dezember.

In Bayern ist die Zahl der Fernverkehrskunden in den letzten vier Jahren um 19,7 Prozent von rund 107.000 auf rund 128.000 pro Tag gewachsen. Die neue Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt und Nürnberg nutzten in 2018 insgesamt knapp 5 Millionen Reisende. Weil seit Ende 2018 zusätzliche Fahrten und mehr Sitzplatzkapazitäten angeboten werden, ist die Nachfrage im 1. Quartal 2019 weiter gestiegen: um 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die DB kommt mit dem neuen Angebot der Nachfrage entgegen – und bietet die umweltfreundlichste Alternative an, um zwischen München und Berlin zu reisen.

Weitere ICE-Fahrten von und nach Berlin
Ab Dezember 2019 wird die Deutsche Bahn (DB) zwei zusätzliche ICE-Fahrten am Tag auf der Schnellfahrstrecke von/nach Berlin anbieten: Durch den Lückenschluss am Mittag kann so ein echter Stundentakt von frühmorgens bis spätabends gefahren werden. Mit einer geplanten neuen ICE-Spätverbindung freitags nach 20 Uhr aus Berlin z.B. nach Bamberg, Erlangen, Nürnberg, Ingolstadt und München wird die Strecke auch für Geschäftsreisende und Fernpendler noch interessanter. Samstagabends wird es eine zusätzliche ICE-Verbindung Berlin – München in beiden Richtungen geben. Wer lieber nachts unterwegs ist: Die Nacht-ICE zwischen München, Augsburg, Günzburg und Berlin werden künftig an allen Tagen der Woche und das ganze Jahr über angeboten. Der Laufweg über Frankfurt/Flughafen ermöglicht auch Verbindungen zu Transkontinentalflügen.
 

Augsburg: Ziel ist eine bessere Fahrtenverteilung, häufiger direkt nach Berlin und mit Umstieg schnell nach Hamburg
Zwischen Augsburg und Nürnberg werden im Regelfahrplan Fernverkehrszüge tagsüber künftig im Abstand von maximal 2.45 Stunden mit einer Fahrzeit von 1.15 Stunden fahren. Auch die bisherige große Angebotslücke am Nachmittag von Augsburg nach Nürnberg insbesondere am verkehrsstarken Freitag wird geschlossen.

Von Augsburg nach Berlin wird es künftig sechs statt bislang vier Direktverbindungen, mit Umstieg insgesamt acht schnelle Verbindungen mit einer Reisezeit von deutlich unter fünf Stunden geben. Von Berlin in die Fuggerstadt wird es künftig sieben Mal täglich eine komfortable Direktverbindung geben.

Nach Hamburg via Hannover wird es ab dem kommenden Jahr zwar nur noch eine IC-Direktverbindung in rund sechs Stunden geben, dafür fünf statt bislang vier schnellen Verbindungen mit einer Reisezeit von 5.45 Stunden, mit Umstieg in Nürnberg in der Regel am selben Bahnsteig. Darüber hinaus bietet die Bahn weiterhin auch ICE-Direktverbindungen via Berlin nach Hamburg mit einer Reisezeit von sechseinhalb Stunden an.

Ingolstadt: Geplante Ausweitung 51 ICE-Halte am Tag, tagsüber keine Lücke mehr im ICE-Stundentakt
Bis zu 51 ICE-Verbindungen am Tag gibt es für die Schanzer-Stadt, das sind drei mehr als im aktuellen Jahr. Von bzw. nach Hannover und Hamburg wird es künftig zwei neue ICE-Direktverbindungen mit Ankunft und Abfahrt jeweils am Nachmittag geben. Damit wird für Ingolstadt künftig auch nachmittags ein durchgehender Stundentakt Nürnberg – München im Fernverkehr angeboten.

Aus Berlin bietet die Bahn eine neue schnelle ICE-Direktverbindung mit Ankunft Ingolstadt um 17.30 Uhr an. Damit besteht für Ingolstadt-Pendler zur Hauptverkehrszeit zwischen 17 und 19 Uhr ein ICE-Halbstundentakt von Nürnberg nach München. Zudem gibt es zwischen Ingolstadt und Berlin mehr schnelle Umsteigeverbindungen – insgesamt etwa zweistündlich – mit einer Reisezeit von nur vier Stunden nach Berlin (neu beispielsweise am frühen Nachmittag ab Berlin sowie am Vormittag ab Ingolstadt) geben.

Bamberg: Schließen einer bisherigen Taktlücke im ICE-Stundentakt
Künftig wird in Bamberg die Zahl der ICE-Halte von 29 auf bis zu 31 werktäglich erhöht. Das heißt noch mehr – insgesamt fast stündliche – Direktverbindungen nach Berlin (in 2.47 Stunden) oder nach München (in 1.45 Stunden). Durch die Verknüpfung der zahlreichen Regionallinien in der Domstadt nach Ober- und Unterfranken wird die Reisezeit für Bahnreisende in der gesamten Region insgesamt schneller.

Der durch das Saaletal mit Halt in Kronach, Lichtenfels, Bamberg und Erlangen fahrende IC Leipzig – Karlsruhe verkehrt an sechs Wochentagen künftig in einheitlicher Zeitlage: in Richtung Leipzig auch freitags am Vormittag (statt abends), in Richtung Karlsruhe auch freitags abends (statt samstags morgens).

Coburg: Ausweitung auf vier ICE-Halte von und nach Berlin
Mitten in Europa, in der Mitte des ICE-Laufweges zwischen Berlin und München liegt Coburg – jeweils nur rund zwei Bahnstunden von der Isar- und Spree-Metropole entfernt. Künftig werden Bahnreisende vier Mal am Tag – morgens, mittags, nachmittags, abends – umsteigefrei unterwegs sein können. Neu für Coburg ist ein täglicher ICE zur Mittagszeit aus München sowie am Nachmittag nach München. Auch nach München gibt es dann neu insgesamt drei ICE-Direktverbindungen sowie weiterhin eine tägliche Direktverbindung von und nach Wien.

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