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Führerscheinloser Jugendlicher liefert sich Verfolgungsjagd mit Polizei

München, 22.05.2017. Am Samstag, 20.05.2017, gegen 00.30 Uhr, fiel einem 48-jährigen Polizeibeamten und dessen Streifenkollege an der Ecke Oberföhringer Straße/Herkomerplatz ein grauer Pkw auf. An dem Fahrzeug war an der Vorderseite kein Kennzeichen angebracht. So entschlossen sich die Polizeibeamten, das Fahrzeug anzuhalten und es einer Kontrolle zu unterziehen. Die Polizeibeamten schalteten das Anhaltesignal und das Blaulicht an ihren Streifenwagen ein. Als der 17-jährige Fahrer des besagten Pkw das Vorhaben der Polizeibeamten bemerkte, gab er Gas und versuchte, sich durch Flucht der Kontrolle zu entziehen. Er fuhr auf der Oberföhringer Straße stadtauswärts über die Johanneskirchner Straße und im Anschluss in die Cosimastraße, ebenfalls stadtauswärts. Die Verfolgungsfahrt erstreckte sich über ca. 3 km. Hierbei fuhr der 17-Jährige mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit, teilweise mit bis zu 120 km/h. Rote Ampeln wurden von ihm missachtet. Schließlich verloren die Polizeibeamten das Fahrzeug kurzzeitig aus den Augen, es konnte jedoch von einer weiteren Streifenbesatzung in der Cosimastraße festgestellt werden. Der 17-jährige Fahrer hatte die Beleuchtung des Fahrzeugs komplett ausgeschaltet. Im Einmündungsbereich Fritz-Meyer-Weg/Ecke Cosimastraße hielt der 17-Jährige sein Fahrzeug unvermittelt an und legte den Rückwärtsgang ein. Um einen Zusammenstoß zu verhindern, wich der Polizeibeamte mit seinem Streifenwagen nach links aus und streifte die linke Fahrzeugseite des verfolgten Pkws. Schließlich kamen nun beide Fahrzeuge zum Stillstand.

Bei dem Verkehrsunfall wurde niemand verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand ein Sachschaden von mehreren Tausend Euro.

Wie sich unmittelbar nach dem Unfall herausstellte, handelte es sich bei dem Fahrer um einen Jugendlichen, welcher nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis ist. Des Weiteren muss sich der Jugendliche nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Während der Verfolgungsjagd wurden nach derzeitigem Ermittlungsstand keine anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Zudem gab es bei der abschließenden Verkehrsunfallaufnahme keine Verkehrsbeeinträchtigungen.