Gefahrguteinsatz sorgt für Verkehrsbehinderung

Gefahrguteinsatz sorgt für Verkehrsbehinderung
Foto: © Branddirektion München

Der Anruf eines Verantwortlichen eines Geschäftshauses in der Ganghoferstraße hat am Abend für einen Großeinsatz der Feuerwehr München gesorgt.

Gegen 18 Uhr bemerkte ein Mitarbeiter in einem Techniktraum im Keller Flüssigkeit am Boden. Da hier die Gebäudekühlanlage steht und zudem mehrere tausend Liter an Kühlflüssigkeit für die Anlage gelagert werden, gingen die Verantwortlichen daher von einem Gefahrstoffaustritt aus und riefen, ohne vor Ort zu sein, die Feuerwehr.

Nach der Alarm- und Ausrückeordnung wurde die Gefahrgutkomponente mit dem Umweltdienst und zwei Löschzüge wegen der Gebäudegröße zum Einsatzort alarmiert.

Hier stellte sich die Zugänglichkeit als nicht so einfach wie erhofft heraus. Unter den nötigen Vorkehrungsmaßnahmen mit Schutzanzügen, Atemschutz- und Messgeräten suchten Einsatzkräfte das Umfeld des betroffenen Bereichs ab, um die Absperrgrenzen festlegen zu können. Da die Messgeräte keine Gefahrstoffkonzentration anzeigten, konnte der Einsatzleiter von einer Komplettevakuierung des Gebäudes absehen. In dem Technikraum stellte das Team des Umweltdienstes Messungen zur genauen Stoffbestimmung an. Hier zeigte sich, dass es sich um geringste Mengen der vorgehaltenen Kühlflüssigkeit in verdünnter Form handelte. Bei der ebenfalls akribischen Kontrolle der Flüssigkeitsgebinde wurden keine Leckagen gefunden, auch an der Anlage selbst zeigten sich keine Defekte. Eine Gefahr konnte somit sowohl in Bezug auf die Brandgefahr als auch die Gesundheitsgefährdung sehr gering eingestuft werden.

Nach Rücksprache mit dem Gebäudeverantwortlichen, der mittlerweile an der Einsatzstelle eingetroffen war, wurde vereinbart, dass dieser sich zeitnah um die fachgerechte Aufarbeitung des Raumes kümmern wird.

Wie es zu dem Flüssigkeitsaustritt gekommen ist, muss durch eine Fachfirma untersucht werden.

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