
In der Landeshauptstadt sind derzeit 52.104 erwerbsfähige Menschen in 39.339 Bedarfsgemeinschaften auf Bürgergeld angewiesen (Datenstand (August 2025). Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften verzeichnet im August (aktuellster, revidierter Wert) eine gleichbleibende Tendenz gegenüber den Vormonaten und im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sinkt um 0,6 Prozent, 24.047 Menschen im Rechtskreis SGB II in München sind aktuell arbeitslos gemeldet, das ist ein Anstieg um 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Rund 30.600 Menschen mit ausländischem Pass beziehen in München Bürgergeld, davon 6.921 Geflüchtete aus der Ukraine in einem Alter von über 15 Jahren, zwei Drittel sind Frauen.
Das Jobcenter München berät und unterstützt beim Eintritt in den Arbeits- oder Ausbildungsmarkt. Anette Farrenkopf, Geschäftsführerin des Jobcenter München: „Den meisten zugewanderten Menschen fehlen jedoch die Grundlagen, um als Fachkraft im Arbeitsmarkt durchzustarten: Gut die Hälfte der Geflüchteten in München haben keine Berufsausbildung und benötigen sprachlich noch mehr Unterstützung. Genau hier setzen die eingeführten Berufssprachkurse an, die gezielter auf den konkreten Bedarf am Arbeitsplatz ausgerichtet sind. Aufbauend auf den Integrationskursen bereiten die Sprachkurse die Menschen mit Migrationsgeschichte sowie Geflüchtete auf das Erwerbsleben in Deutschland vor“. Die Integration Geflüchteter ist und bleibt ein Schwerpunktthema. Die Arbeit des Jobcenters München besteht zu großen Teilen darin, bei der Integration in Arbeit zu begleiten, indem Arbeitgeber und Geflüchtete direkt zusammengebracht werden, die Sprachkompetenz parallel mit dem Arbeitseinstieg verbessert und der Weg in den Arbeitsmarkt verkürzt wird. Seit Januar hat das Jobcenter München mit einer App sein digitales Angebot erweitert. Über die App ist es möglich, einen Antrag auf Bürgergeld zu stellen, Unterlagen direkt in die digitale Kundenakte zu senden, eine Veränderung mitzuteilen, dem Jobcenter eine Nachricht zu schicken, einen Job zu suchen, Termine einzusehen oder zu vereinbaren. Knapp die Hälfte der Bürgergeldanträge werden aktuell digital gestellt. Für Menschen, die sich mit digitalen Anwendungen schwertun, bietet das Jobcenter München mit CUP eine Anlaufstelle mit umfassenden Unterstützungs- und Schulungsangeboten samt einem Internet-Café. Leistungsberechtigte können hier kostenfrei Workshops zu Themen der digitalen Grundbildung besuchen und persönliche Unterstützung und Beratung in Anspruch nehmen – außerhalb der Dienstgebäude und ohne Termin. Das CUP in der Orleansstraße 2 ist werktags ganztägig geöffnet. Seit dem 4. Dezember gibt es zudem das CUP-Mobil – das ist ein umgebauter Bus mit drei PC-Arbeitsplätzen, Drucker, Scanner und Kopierer. Das CUP-Mobil fährt zu Sozialbürgerhäusern und dem Zentrum für Wohnen und Integration (ZWI), um Kund*innen vor Ort kostenfreie und niedrigschwellige Beratungen sowie Schulungen zu digitalen Themen oder Online-Jobsuche anzubieten. Weitere Informationen zum CUP-Mobil und Termine unter https://jobcenter-muenchen.de/allge-mein/das-cup-mobil-bietet-digitale-beratung-vor-ort/







