Hund und Katz: Feuerwehr leistet tierische Hilfe

Hund und Katz: Feuerwehr leistet tierische Hilfe
Foto: © Branddirektion München

Gestern Nachmittag ist mehreren Tieren ein folgenschwerer Fehltritt passiert, bei dem die Feuerwehr aus einer misslichen Lage helfen musste. Kurz vor halb zwei Nachmittag meldete sich eine Hundebesitzerin. Ihre Hundedame “Violetta” war in der Nähe der Pienzenauerstraße über das Schutzgitter eines Oberflächenwasserschachts gesprungen und war daraufhin verschwunden. Kollegen der Polizei hatten bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte der Feuerwehr bereits die Örtlichkeiten erkundet und teilten dem Einsatzleiter mit, dass es sich um einen Oberflächenwassersammler handelt, in den die Hündin gelaufen war. Gemeinsam stiegen dann ein Taucher der Berufsfeuerwehr und ein Strömungstaucher der Freiwilligen Feuerwehr über einen Schacht in den Regenwassersammler hinab und suchten das Tier. Etwa 60 Meter von dem Ort, an dem Violetta in den Schacht sprang fanden sie das Tier und führten diese zum Schacht zurück. Mit einem Netz fassten sie dann die Hündin ein und zogen diese die etwa fünf Meter hoch. Dort konnte sie unverletzt ihrer Besitzerin übergeben werden. Oberflächenwasser- oder auch Regenwassersammler genannt, sind größere Rohre, die in der Erde verlegt wurden, um das Regenwasser zur Isar zu leiten. An ihrem Ausgang ist ein Schutzgitter angebracht, damit niemand in die Tunnel hinein und sich verirren kann.

14.24 Uhr; Adaloweg Eine Stunde später meldeten sich Passanten im Bereich des Adaloweges, dass sich eine Katze in einer Zwangslage befand.

Die Schallschutzwände, die sich entlang der A9 befinden, werden im Bereich der Brücken durch durchsichtige Wände unterbrochen. Genau hier ging eine Katze auf Entdeckungstour und geriet zwischen die Glasfläche und ein Schutznetz. Allem Anschein nach schaffte es die Katze aus eigener Kraft nicht mehr aus diesem Gefängnis. Ein zuerst an die Einsatzstelle beordertes Hilfeleistungslöschfahrzeug forderte zur Befreiung der Katze eine Drehleiter nach. Gemeinsam demontierten sie das Schutznetz und konnten die Katze in einer Tierfangkiste einfangen. Nach der Rettung und der Reparatur des Netzes ließen die Einsatzkräfte die augenscheinlich unverletzte Katze wieder frei.

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