In den Ferien in die Berge: Tipps vom DAV

In den Ferien in die Berge: Tipps vom DAV
Foto: DAV/Silvan Metz

Bei den aktuellen Wetterverhältnissen kommt keine Winterstimmung auf: frühlingshafte Temperaturen im Tal, Schnee nur in hohen Lagen oder ab Alpenhauptkamm südwärts. Obwohl es in den kommenden Tagen wieder kühler werden soll, ist zumindest am Alpenrand vorerst nicht mit Winter zu rechnen. Doch egal, wie das Wetter wird: es gibt keinen Grund, daheim zu bleiben. Der DAV gibt einige Tipps für verschiedene Unternehmungen am Berg.

 

In den meisten Regionen Deutschlands wird es dieses Jahr auch wieder eher auf grüne als auf weiße Weihnachten hinauslaufen. Zwar hat es in den Alpen und den Mittelgebirgen schon geschneit. Der Föhn und mit ihm die sehr milden Temperaturen der letzten Tage haben aber dafür gesorgt, dass davon nicht mehr viel übrig ist. Mit Neuschnee ist – wenn überhaupt – nur in Lagen über 1200 m zu rechnen. Das ist schade für die, die sich auf eine Skitour oder eine Schneeschuhwanderung eingestellt haben, freut aber die, die ihre Wanderschuhe noch nicht verräumt haben. In unserem Bergbericht, der jeden Donnerstag auf alpenverein.de veröffentlicht wird, ist die Schnee- und Lawinensituation und das Wetter für das jeweils folgende Wochenende beschrieben.

 

Ausrüstung: Das sollte dabei sein

Was im Gepäck sein sollte, hängt natürlich von der bevorzugten Unternehmung ab. Ein paar Basics sollten aber bei jedem Bergausflug dabei sein:

  • Wetterfeste Funktionsbekleidung samt Wechselwäsche, Mütze und Handschuhe
  • Rucksack
  • Topographische Karte, Führer (evtl. digitale Karte und Tourenbeschreibung)
  • Schutz gegen UV-Strahlung (Sonnenbrille und -creme)
  • Erste-Hilfe-Set, Rettungsdecke und Handy (für Notruf 112)
  • Taschenlampe

Wer sich für eine Schneeschuh- oder Skitour abseits präparierter Pisten interessiert, braucht neben viel Erfahrung im winterlichen Gebirge auch eine entsprechende Lawinen-Notfallausrüstung: ein Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS-Gerät), eine Sonde und eine Schaufel.

Diese Berghütten haben geöffnet

Aufgrund der Jahreszeit – kurze Tage und niedrige Temperaturen – sind Touren mit Hütteneinkehr zu empfehlen. Eine warme Stube und eine heiße Tasse Tee sind die optimale Pausengestaltung auf einer winterlichen Bergtour. In den ganzen Alpen sind Hütten verteilt, die über die Feiertage geöffnet haben und sich über Gäste freuen. Welche Hütten das sind, erfahren Sie hier.

Tourentips für die nächsten Tage

Die hohen Temperaturen haben den wenigen Schnee, der bisher gefallen ist, wieder schmelzen lassen. Bei höheren Gipfeln über 1600 m sind Schneeschuhe sinnvoll. Auf alpenvereinaktiv.com gibt es eine Liste mit Tourenvorschlägen für die nächsten Tage. Drei davon stellen wir hier vor.

Bei dieser Tour sollten Wanderschuhe mit einem ordentlichen Profil ausreichen, denn mit Schnee ist selbst auf dem höchsten Punkt der Wanderung nicht zu rechnen. Die Dandlbergalm bewirtet täglich ab 10 Uhr außer montags und dienstags ihre Gäste.

Die Gegend um den Spitzingsee ist ein beliebtes Ausflugziel. Auf der mittelschweren Rundtour liegen zwei Gipfel, die mit einer großartigen Aussicht belohnen. Wer sich unterwegs eine Pause gönnen möchte, hungrig oder durstig wird, ist auf der Schönfeldhütte gut aufgehoben.

Die Gleckspitze gehört im hinteren Ridnauntal zu den einfacheren Gipfeln, die mit Tourenskiern zu erreichen sind. Achtung: Lawinenlage checken!

Auf alpenvereinaktiv.com finden Sie tausende weitere Touren, nicht nur für die Weihnachtsfeiertage und die Zeit zwischen den Jahren.

Achtung: kurze Tage!

Derzeit sind die Tage besonders kurz, deswegen ist eine entsprechende Planung besonders wichtig:

  • Gutes Zeitmanagement: Rechtzeitig aufbrechen, um nicht in die Dunkelheit zu kommen
  • Aktueller Wetterbericht: Unbedingt unmittelbar vor Aufbruch einholen
  • Öffnungszeiten der Hütten kennen: Ein Anruf hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.
  • Den Wegverlauf genau kennen: Zuhause Führerliteratur und Karten studieren
  • Digitale Tourenplanung: Unter alpenvereinaktiv.com, dem Tourenportal der Alpenvereine, finden sich alle Infos zur Planung. Karten und Tourenbeschreibungen sind über die zugehörige App auf dem Smartphone auch mobil verfügbar.

Schöne Stimmung statt Feuerwerk in den Bergsteigerdörfern

Wem zum Jahreswechsel Feuerwerk und Böllerei zu viel Spektakel sind, fühlt sich wahrscheinlich in einem der vier bayerischen Bergsteigerdörfer wohl. Ramsau, Kreuth, Schleching und Sachrang rufen ihre Bürgerinnen und Bürger zum Verzicht auf das Abfeuern von Feuerwerksraketen und Böllern auf und werden auch selbst kein Feuerwerk zünden. Hintergrund ist die Philosophie der Bergsteigerdörfer, Lärm und Müll zu reduzieren sowie die Umwelt und Tierwelt zu schützen. Der Verzicht auf das lärm- und feinstaubintensive Feuerwerk ist deshalb ein wichtiger Beitrag zu dieser Devise.

Da das Neujahrsfest für die meisten aber trotzdem ein Grund zu feiern ist, lädt Kreuth seine Bürgerinnen und Bürger sowie alle Gäste um Mitternacht zu einem Dorffest im Ortszentrum ein.

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