Kleintransporter fährt in Personengruppe – Besteht eine Verbindung ins Rockermilieu?

Symbolbild

Am Mittwoch, 10.06.2020 gegen 16.00 Uhr, alarmierten Zeugen den Polizeinotruf 110 und teilten mit, dass ein dunkler Kleintransporter in der Ungererstraße in eine kleinere Personengruppe fuhr, die sich auf dem dortigen Gehweg befand.

Nach den ersten Ermittlungen stiegen die Fahrzeuginsassen aus und schlugen auf die Personen ein. Nach Angaben von Zeugen wurde bei dem Vorfall auch ein Stichwerkzeug benutzt. Danach entfernten sich die Täter wieder mit dem Kleintransporter und zwei weiteren Fahrzeugen.

Sofort begann die Münchner Polizei mit einem größeren Einsatz, an dem über 40 Streifenbesatzungen und Einsatzhundertschaften beteiligt waren. Die Tatörtlichkeit wurde großräumig abgesperrt, was durch die Lage an einer Hauptverkehrsachse zu erheblichen Verkehrsbehinderungen im Berufsverkehr führte.

Dazu wurden umfangreiche Fahndungsmaßnahmen eingeleitet, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Presseinformation noch andauern.

Drei männliche Personen wurden bei dem Vorfall verletzt. Die Verletzungen sind nicht lebensbedrohlich. Alle Verletzten wurden vom Rettungsdienst in Münchner Krankenhäuser gebracht. Bei ihnen handelt es sich um zwei Personen mit Wohnsitzen in München (42 und 56 Jahre) und um einen 45-Jährigen aus dem Landkreis München.

Nach den ersten vorläufigen Ermittlungen gab es eine Vorbeziehung zwischen den Tätern und den Verletzten, die auf einen Zusammenhang mit dem Rocker-Milieu hindeutet.

Die Münchner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und befasst sich derzeit intensiv mit allen bereits gewonnenen Spuren und Zeugenhinweisen. Die Ermittlungen werden sich bis in die Nacht hineinziehen.

Zeugenaufruf:
Personen, die sachdienliche Hinweise geben können, werden gebeten, sich mit dem Polizeipräsidium München, Kriminalfachdezernat 3, Tel. 089/2910-0, oder jeder anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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