Komasaufen: Gesundheitsministerin Huml startet in Bayern DAK-Kampagne „bunt statt blau“

bunt statt blau 2017: Endspurt für junge Künstler in München

2000 Schulen im Freistaat können am Plakatwettbewerb gegen Alkoholmissbrauch teilnehmen

Kunst gegen Komasaufen: Unter diesem Motto starten Gesundheitsministerin Melanie Huml und DAK-Gesundheit in Bayern die Kampagne „bunt statt blau“ zur Alkoholprävention. Der Plakatwettbewerb für Schüler zwischen 12 und 17 Jahren findet zum sechsten Mal statt. Bayernweit wurden rund 2000 Schulen zur Teilnahme eingeladen. Hintergrund: 2013 kamen im Freistaat 4998 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das war ein deutlicher Rückgang um 8,1 Prozent, aber im Vergleich zum Jahr 2001 eine Steigerung um 116 Prozent.

Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml betonte: „Ich habe gerne wieder die Schirmherrschaft für die Kampagne ‚bunt statt blau‘ übernommen. Ich bin optimistisch, dass unsere gemeinsamen Bemühungen bei der Alkoholprävention Früchte tragen. Dazu tragen auch die Projekte ‚HaLT in Bayern‘ und ‚Starker Wille statt Promille‘ des Gesundheitsministeriums bei.“

„Auch wenn die Zahl der Betroffenen zurückging, landen in Bayern nach wie vor zu viele Kinder und Jugendliche betrunken in der Klinik“, erklärt Gottfried Prehofer, Landeschef der DAK-Gesundheit. „Deshalb werden wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen.“ Auch für Lehrer biete die Kampagne eine gute Möglichkeit, das Thema auf kreative Weise im Unterricht aufzugreifen. Seit 2010 haben bundesweit 62.000 junge Künstler Plakate mit eindrucksvollen Botschaften gegen das Komasaufen gemalt. „bunt statt blau“ wurde mehrfach ausgezeichnet und wird im Freistaat von zahlreichen lokalen Politikern, Suchtexperten und Künstlern unterstützt.

Studie: Schüler bewerten Wettbewerb positiv
Nach einer Studie des Kieler Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) erklärt die Mehrheit der jungen Künstler, sie hätten durch den Wettbewerb „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Nach ihrer Einschätzung trägt die Kampagne auch dazu bei, dass junge Leute vernünftiger mit Alkohol umgehen.

Neue Auszeichnung für „bunt statt blau“
„bunt statt blau“ ist in den vergangenen Jahren als erfolgreiche Präventions- und Kommunikationskampagne mehrfach ausgezeichnet worden. Aktuell erhielt die Aktion den renommierten „Internationalen Deutschen PR-Preis 2014“. Informationen zum Wettbewerb 2015 gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau. Die Kampagne ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, die seit elf Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt.

Die DAK-Gesundheit ist eine der größten Krankenkassen Deutschlands mit rund 850.000 Versicherten in Bayern.