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bunt statt blau 2017: Endspurt für junge Künstler in München

Kunst gegen Komasaufen: Schülerin aus Hausham wird 3. Bundessiegerin bei „bunt statt blau“ 2015

Drogenbeauftragte und „Luxuslärm“ ehren Bundessieger – 10.500 junge Künstler bei DAK-Kampagne gegen Alkoholmissbrauch 

Große Auszeichnung für Schülerin aus dem Landkreis Miesbach: Jennifer Hein aus Hausham belegte beim Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ – nach dem Landessieg in Bayern – jetzt auch bundesweit einen Spitzenplatz. Die 18-jährige Schülerin von der Pasold-Weissauer-Wirtschaftsschule in Holzkirchen wurde 3. Bundessiegerin 2015. Im Frühjahr hatten sich mehr als 10.500 Schüler mit kreativen Ideen an der Kampagne der DAK-Gesundheit zum Thema Rauschtrinken und Alkoholmissbrauch beteiligt.

Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, die Band „Luxuslärm“ und der Chef der DAK-Gesundheit, Herbert Rebscher, ehrten die bayerische Landessiegerin heute bei der Preisverleihung im Berliner Gesundheitsministerium. Ihr Siegerplakat zeigt eine junge Frau, die nach dem Absetzen der blauen Maske ihr wahres Gesicht und ihre bunte Schönheit zeigt. Mit dem Plakat verbindet die Schülerin ihre Botschaft: „Setz die Maske ab!“. „Durch Alkohol gewinnt man keine Sicherheit“, sagte Jennifer Hein bei der Preisverleihung. „Damit versteckt man sich höchstens hinter einer Maske, die leicht zerbrechen kann.“ Die Schülerin wurde mit einem Geldpreis und einer Reise für zwei Personen nach Berlin zur Siegerehrung belohnt.

„Die Ideen der jungen Künstler gegen das Komasaufen sind auch im sechsten Wettbewerbsjahr beeindruckend“, sagt Herbert Rebscher von der DAK-Gesundheit. „Jedes Bild hat eine eigene Botschaft, mit der die Schüler auf Risiken des Rauschtrinkens aufmerksam machen.“ Wichtig für die Jury sei gewesen, unter dem Motto „bunt statt blau“ auch Auswege und Alternativen zu zeigen. Das sei das Besondere dieser erfolgreichen und mehrfach ausgezeichneten Präventionskampagne.

Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2013 insgesamt mehr als 23.000 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Bei den 10- bis 15-Jährigen gab es 3.225 Betroffene. Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler, unterstützt die Kampagne „bunt statt blau“ als Schirmherrin: „Die Kids identifizieren sich mit dem Thema und ihren Werken. Sie machen sich bewusst, dass es sich lohnt, über sein eigenes Trinkverhalten nachzudenken. Daher wirkt die Kampagne nachhaltig und wirkungsvoll.“ Seit dem Start im Jahr 2010 haben 72.500 Schüler zwischen zwölf und 17 Jahren teilgenommen. Nach einer aktuellen Begleitstudie wirkt sich die Teilnahme am Wettbewerb beim Alkoholkonsum Jugendlicher positiv aus. Für 44 Prozent der Teilnehmer trägt „bunt statt blau“ nach eigener Einschätzung dazu bei, dass Jugendliche vernünftiger mit Alkohol umgehen. Ein Drittel der Befragten erklärte, durch die Kampagne etwas über die Gefahren gelernt zu haben. Jeder Fünfte sagte, er denke jetzt anders über die Wirkung von Alkohol. Ferner beteiligten sich Jugendliche nach dem Wettbewerb seltener am Rauschtrinken als Schüler ohne Teilnahme.

Auch die bekannte Band „Luxuslärm“ unterstützt die Kampagne erneut als Mitglied der Bundesjury. „Mehr als 70.000 Kids und Jugendliche haben sich intensiv mit dem Thema Komasaufen auseinandergesetzt und Plakate gestaltet. Wir freuen uns über diesen Erfolg und sind stolz, auch in diesem Jahr wieder dabei sein zu dürfen“, erklärt die Band. „Die Kampagne ist wertvoll, da sie zum Nachdenken anregt. Vielleicht auch zum Umdenken und zum bewussten Umgang mit Alkohol.“

Die besten Plakate aus allen 16 Bundesländern sind im Internet zu sehen unter www.dak.de/buntstattblau. Außerdem werden die Bilder nach den Sommerferien in einer bundesweiten Wanderausstellung in Schulen und Rathäusern gezeigt. Die Kampagne „bunt statt blau“ ist eingebunden in die „Aktion Glasklar“, mit der die DAK-Gesundheit bereits seit zehn Jahren Schüler, Lehrkräfte und Eltern über das Thema Alkohol aufklärt. Der Plakatwettbewerb wird im Frühjahr 2016 fortgesetzt.