Medaille „München leuchtet“ in Bronze für Sylvia Holhut

Medaille „München leuchtet“ in Bronze für Sylvia Holhut
Bürgermeisterin Verena Dietl überreicht Sylvia Holhut die Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“. (Foto: Michael Nagy/Presseamt)

Als Mitarbeiterin des Kreisjugendrings München-Stadt hat sich Sylvia Holhut über Jahrzehnte mit zahlreichen Projekten dafür eingesetzt, jungen Menschen ein Bewusstsein für demokratische Werte zu vermitteln und sie über die Gefahren von rechtem Gedankengut aufzuklären. Für ihr außerordentliches Engagement in der historisch-politischen Jugendarbeit hat die Stadt München Sylvia Holhut jetzt mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Bronze geehrt. Bürgermeisterin Verena Dietl überreichte Holhut die Medaille gestern im Rahmen einer kleinen Feier im Rathaus.

„Sie haben zahlreiche junge Münchnerinnen und Münchner auf ihrem Weg hin zu kritischen, selbstbewussten Demokratinnen und Demokraten begleitet, indem Sie demokratische Prinzipien erlebbar gemacht, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt und historische Bezüge hergestellt haben“, beschrieb Bürgermeisterin Dietl die Verdienste von Sylvia Holhut.

Diese war bis zu ihrem Eintritt in den Ruhestand im vergangenen Jahr mehr als 30 Jahre lang beim Kreisjugendring München-Stadt beschäftigt. Dort leitete sie unter anderem das Projekt „ebs – Erleben, Begegnen, Solidarisieren“, das jungen Menschen mit Behinderung den Zugang zu den Angeboten der offenen Kinder- und Jugendarbeit erleichtern wollte. Daraus ging die Fachstelle Inklusion im KJR hervor.

Ab 2006 baute Holhut die Fachstelle Demokratische Jugendbildung im KJR auf und initiierte in dieser Funktion vielfältige Angebote und Aktivitäten für Münchner Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zur historisch-politischen Bildung. In der „Sommer.dok – Jugendgeschichtswerkstatt“ setzten sich die Jugendlichen mit der Geschichte des Nationalsozialismus in München auseinander und gestalteten die Bildungsarbeit des NS-Dokumentationszentrums aktiv mit. In Kooperation von KJR und NS-Dokumentationszentrum entstand auch der Film „Kick it like Kurt“. Junge Münchnerinnen und Münchner dokumentierten darin die Geschichte des jüdischen Präsidenten des FC Bayern, Kurt Landauer. Der Film wurde mit dem „Münchner Bürgerpreis – gegen Vergessen, für Demokratie“ ausgezeichnet.

Politische Bildung im öffentlichen Raum initiierte Holhut mit dem Demokratiemobil. Auf Bürgerfesten in den Stadtteilen bringt es niederschwellige Mitmachaktionen zu den Themen Demokratie, Teilhabe und Menschenrechte zu Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen vor Ort – auch aktuell vor den anstehenden Europawahlen.

„Mit all diesen Projekten und noch vielen weiteren Aktivitäten haben Sie junge Menschen mit Herzblut, großer Ausdauer und mitreißender Energie für die Demokratie begeistert und die Stadtgesellschaft so nachhaltig gestärkt“, fasste Bürgermeisterin Verena Dietl Holhuts Lebenswerk zusammen. „Damit sind Sie gerade in diesen Krisen-Zeiten ein leuchtendes Beispiel für uns alle.“

Ohne die Unterstützung der Kolleginnen und Kollegen im Kreisjugendring, der Stadtpolitik und der Familie wäre dieses Engagement allerdings nicht möglich gewesen, betonte Sylvia Holhut in ihrer Dankesrede. An der Preisverleihung im Rathaus nahmen neben Stadträtin Ursula Harper (Fraktion Die Grünen – Rosa Liste) auch die Vorsitzende des Kreisjugendrings, Judith Greil, sowie weitere Wegbegleiter Holhuts teil.