München Klinik stärkt die Notfallmedizin an allen Standorten

München Klinik stärkt die Notfallmedizin an allen Standorten
Symbolbild

In den vier Notfallzentren der München Klinik in Bogenhausen, Schwabing, Harlaching und Neuperlach werden 40 Prozent aller Notfälle der Landeshauptstadt München behandelt. Damit leistet die München Klinik einen elementaren Beitrag zur Daseinsvorsorge der Stadt. Jetzt wird die Notfallmedizin an allen Standorten weiter gestärkt. Seit Juli stehen die vier Notfallstandorte unter der Leitung von eigenen Chefärzten – zusätzlich wurden klinikübergreifende Standards geschaffen und die Leitung der Pflegeteams in Schwabing und Bogenhausen sowie in Neuperlach und Harlaching jeweils standortübergreifend unter die Gesamtverantwortung von zwei pflegerischen Bereichsleitungen gestellt. Auch Prozesse werden in den Notfallzentren der München Klinik weiterentwickelt, um Notfallpatienten auch bei unspezifischen Symptomen noch schneller diagnostizieren und behandeln zu können.

Eigene Chefärzte und pflegerische Bereichsleitungen für die Notfallzentren
In Bogenhausen ist ein eigener Chefarzt für das Notfallzentrum mit Prof. Christoph Dodt, der als Vize-Präsident der Europäischen Gesellschaft für Notfallmedizin (EUSEM) und Past-Präsident der Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin (DGINA) auch bundesweit und über Deutschland hinaus die Weiterentwicklung der klinischen Notfallversorgung mitgestaltet, bereits seit Jahren Standard. Im Januar startete Dominikus Sebastian Helber als Chefarzt des Notfallzentrums an der München Klinik Neuperlach, der zuvor Oberarzt der Notfallsektion Innere Medizin im Notfallzentrum Schwabing war. In der München Klinik Schwabing wiederum wurde im April Dr. Dieter Müller inmitten bewegter Zeiten zum Chefarzt des Notfallzentrums berufen, vor dem in der aktuellen Zeit ein 100qm Zelt und ein High-Tech-Trailer mit mobilem Röntgen und einem CT steht. Dr. Müller ist Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Intensiv- und Notfallmedizin und bereits seit 1999 in Schwabing tätig, davon seit 2009 als Leitender Oberarzt. Seit Juli wird das „Notfall-Quartett“ der München Klinik nun mit Dr. Florian Demetz komplettiert, der als Chefarzt das Notfallzentrum der München Klinik Harlaching leitet. Zuvor war Dr. Demetz langjähriger Direktor und Chefarzt der Notfallklinik am Klinikum Ingolstadt und engagiert sich in der Bayerischen Gesellschaft für Akut- und Notfallmedizin, davon bis 2018 als Vorstand. In seiner Funktion am Klinikum Ingolstadt und im Rahmen des von der Staatsregierung ausgerufenen Katastrophenfalls für die Covid-19 Versorgung hat Dr. Demetz die Funktion des „Ärztlichen Leiters Führungsgruppe Katastrophenschutz“ (FüGK) im Rettungszweckverband der Region wahrgenommen. Die Funktion wurde mit weitreichenden Entscheidungsbefugnissen ausgestattet und verantwortete die übergeordnete Steuerung der Patientenströme und bestimmte auch die Krankenhäuser, die vorrangig zur Versorgung von Corona-Patienten herangezogen werden.

Um die Interdisziplinarität auszubauen und hohe Qualität der Versorgung sicher zu stellen, wurde zusätzlich dazu auch im Bereich Pflege ein personeller Rahmen geschaffen: Ramiz Dautovic leitet als Bereichsleiter die Pflege-Teams der Notfallzentren Bogenhausen und Schwabing im Norden, Roland Zeiler-Matthé ist Bereichsleiter der Notfallzentren Harlaching und Neuperlach im Münchner Süden. „Als städtischer Klinikverbund sind wir jederzeit für die Münchner Bevölkerung da. Wir übernehmen als größter Notfallversorger in München Verantwortung. Ich freue mich sehr, dass wir nun an allen Standorten erfahrene Kollegen mit höchster Expertise für die Chefarztpositionen und die pflegerischen Bereichsleitungen in unseren Notfallzentren gewinnen konnten, um die Weiterentwicklung der Notfallmedizin weiter zu fördern“, so Dr. Axel Fischer, Vorsitzender der Geschäftsführung der München Klinik.

Neue Strukturen in den Notfallzentren ermöglichen schnelle Ersteinschätzung
Eine Herausforderung im Notfallwesen ist, bei der Ersteinschätzung der Patienten die Dringlichkeit für eine weiterführende Behandlung zu erkennen und damit die Behandlungsreihenfolge nach gesundheitlicher Dringlichkeit festzulegen. Auch hierfür werden in der München Klinik neue Prozesse erarbeitet, um eine schnelle Ersteinschätzung von Notfallpatienten – und damit eine hohe Versorgungsqualität – sicherzustellen. Für die zwanzig häufigsten Symptome, mit denen Menschen in einer Zentralen Notaufnahme ankommen, wurden standardisierte Checklisten erstellt. Sie regeln beispielsweise, was bei „Bauchschmerzen“ in welchen Zeitfenstern untersucht werden soll und wie ein standardisierter Therapiepfad nach der Ersteinschätzung und Abklärung aussieht. Für die konsequente Umsetzung dieser Anforderungen arbeiten professionelle Teams mit entsprechender Ausbildung und Erfahrung in den Notfallzentren zusammen. Eigene chefärztliche sowie übergeordnete pflegerische Bereichsleitungen sind wichtige Bausteine, um die hohen Ansprüche an die Versorgung und Qualität der Versorgung sicher zu stellen.

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