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Münchner Christkindlmarkt 2014 schließt mit rund 3,2 Millionen Besuchern

München, 24.12.2014. Nach 28 Tagen endete am 24. Dezember die Laufzeit des Münchner Christkindlmarktes 2014. Das veranstaltende Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München schätzt das Besucheraufkommen wie im letzten Jahr auf rund 3,2 Millionen. An den ersten beiden Wochenenden war der traditionsreiche Weihnachtsmarkt fest in italienischer Hand. Insgesamt kamen die Gäste aus aller Welt, darunter aus Asien und aus englischsprachigen Ländern, aus Spanien, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Die Umsätze blieben trotz kürzerer Laufzeit im Vergleich zum Vorjahr stabil. Das RAW und die Marktkaufleute sind mit dem Verlauf des Münchner Christkindlmarktes 2014 sehr zufrieden:

„Traditions- und Brauchtumspflege gehörten auch 2014 wieder zum Münchner Christkindlmarkt und trugen zur großen Anziehungskraft des „Originals“ unter den hiesigen Weihnachtsmärkten bei,“ erklärt Bürgermeister Josef Schmid. „Wer Freude hat an gelebtem bayerischem Adventsbrauchtum wie Weihnachtsliedersingen oder Krampuslauf, wer hochwertiges Kunsthandwerk und traditionelle Handwerkskunst sucht, wer klassische Weihnachts-Schmankerl, gerne auch in Bio-Qualität, genießt, suchte gezielt den Münchner Christkindlmarkt auf.“

Das Marktgeschäft
Das ideale Glühweinwetter hielt fast durchwegs bis Marktende an und bescherte den Anbietern alkoholischer und alkoholfreier Heißgetränke stabile Umsätze zum Vorjahr trotz kürzerer Marktlaufzeit. Stabil zum Vorjahr waren auch die Umsätze bei den Würstlbratern. Bio-Qualität, ob bei Glühwein, Mandeln oder Reiberdatschi, wurde gezielt nachgefragt. Die Neuheit „Honig-Nougat“ entwickelte sich zum Renner. Das Angebot an gluten- und laktosefreien Stollen- und Lebkuchenspezialitäten machte von Allergien geplagte Kunden sehr glücklich.

Die Händler des Kripperlmarktes meldeten Zufriedenheit, denn der Trend zur Familienkrippe hielt an. Edles Gold und Königsblau setzte sich im Christbaumkugelgeschäft durch. Beliebt waren auch Original Lauscha-Glasfiguren nach alten Mustern. Der Münchner Christkindlmarkt profitierte von den touristischen Gästen, die gerne Kleinigkeiten als Souvenir mitnahmen, wie aber auch von vielen treuen und bodenständigen Stammkunden, die Altbewährtes kauften und für Neuheiten aufgeschlossen waren. Grundsätzlich hielten die Besucher nach individuellen und qualitätsvollen Waren Ausschau und orderten, wenn das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmte.

Programmhöhepunkte des Münchner Christkindlmarktes
28 Krampusgruppen mit 500 Teilnehmern aus Bayern, Österreich und Südtirol boten beim großen „Brauchtumslauf der Krampusse“ am 14. Dezember ein eindrucksvolles Bild und begeisterten die Zuschauermassen. Auch der kleine Krampuslauf der Ersten Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl Pass“ am letzten Adventssonntag zog sehr viele Schaulustige an. Der Brauch des Adventssingen wurde am Münchner Christkindlmarkt ebenfalls gepflegt. Zur „Bairischen Singstunde“ luden die Singleiter Elisabeth und Franz Mayrhofer in das Alte Rathaus ein. Dieses in Zusammenarbeit mit dem städtischen Kulturreferat/ Volkskultur organisierte Angebot fand großen Publikumszuspruch.

Münchner Christkindlmarkt für Kinder

Die Himmelswerkstatt, das kostenlose Aktionsprogramm für Kinder von sechs bis zwölf Jahren, feierte 20jähriges Bestehen und hatte 1.762 Kinder aus dem In- und Ausland zu Gast (2013: 1.540 Kinder). In der familiären Atmosphäre der himmlisch ausgeschmückten Ratstrinkstube fühlten sich sogar chinesische Engerl wohl und probierten alle Bastelstationen vom Kerzendrehen bis zum Kränzebinden aus. „Keine Angst vorm Krampus!“ hieß die erstmals abgehaltene und gut besuchte „Schulstunde“, in der Mitglieder der Ersten Münchner Krampusgruppe „Sparifankerl Pass“ das Brauchtum des Krampuslaufens Kindern nahebrachten. Das traditionelle Krampuskostüm wurde erklärt, Holzmasken und Felle angefasst und Erinnerungsfotos aufgenommen. Seit vier Jahren gibt es an den Adventssonntagen das Entdeckerspiel „20 x Budenzauber“ über den Münchner Christkindlmarkt. Auch in diesem Jahr nahmen wieder viele Kinder und auch Erwachsene erfolgreich daran teil. An 20 Stationen sammelten sie Puzzleteile zu einem Ganzen zusammen und erfuhren Wissenswertes über den Weihnachtsmarkt, bekamen Anregungen zum Basteln und durften alte Handwerkstechniken beim Reifendreher oder Kerzenzieher ausprobieren.

Marktkaufleute aktiv
Dank der freundlichen Unterstützung der Marktkaufleute fanden Himmelswerkstatt, Entdeckerspiel „20 x Budenzauber“, die Adventsmusik live vom Rathausbalkon, die täglichen Rundgänge des Nikolauses, der Kinder mit kleinen Gaben erfreute, und die beiden Krampusläufe statt. Für die Unterstützung des großen Krampuslaufes mit 500 Teilnehmern bedanken sich die Marktkaufleute bei der Adelholzener Alpenquellen GmbH, der Franz Kaupp GmbH, der Helmut Ratschiller Spezialbrote GmbH und der vierlande GmbH für die Unterstützung. Im Rahmen einer Weihnachtsfeier bescherten die Marktkaufleute und die Wirtsleute des Ratskellers 50 bedürftige Münchnerinnen und Münchner.