Münchner Christkindlmarkt 2019 schließt mit rund 3,1 Millionen Besuchern

Münchner Christkindlmarkt 2019 schließt mit rund 3,1 Millionen Besuchern

Nach 28 Tagen Laufzeit ist der Münchner Christkindlmarkt am 24. Dezember erfolgreich zu Ende gegangen. Das veranstaltende Referat für Arbeit und Wirtschaft (RAW) der Landeshauptstadt München schätzt die Zahl der Besucher auf rund 3,1 Millionen (2018: 3 Millionen). Der traditionsreiche und älteste Münchner Weihnachtsmarkt war auch ein touristischer Magnet. Nach Beobachtung der Marktkaufleute kamen unter anderem Gäste aus Asien, den arabischen Ländern, aus Armenien, Australien, Frankreich, Italien, Korea, den Niederlanden, Österreich, Portugal, Russland, Spanien, Südamerika, der Schweiz, Tschechien, der Türkei und den USA auf den Christkindlmarkt.

Das RAW und die Marktkaufleute sind mit dem Verlauf des Münchner Christkindlmarktes 2019 sehr zufrieden.

Ein „Pannenbaum“ für die Auer Dult
Die diesjährige Christbaumspendergemeinde Freyung-Grafenau schenkt der Landeshautstadt München die gebrochene Fichte, die ursprünglich als Christbaum für München vorgesehen war, in Form von Ruhebänken für die Auer Dult. Wie die „Fichte aus dem Woid“ als Christbaum die Münchner Bevölkerung am Marienplatz erfreut hat, so wird letztendlich der „Pannenbaum“ den Gäste der Auer Dult eine Freude bereiten. Damit findet auch die Geschichte des Fast-Münchner Christbaums 2019 ein glückliches Ende.

Das Marktgeschäft
Rund lief der Warenverkauf am Münchner Christkindlmarkt. Beim Christbaumschmuck war ein Trend nach hochwertigen, mundgeblasenen Christbaumkugeln zu beobachten. Die Ausstechform „Weihnachtsdackel“ war zum Ende des Weihnachtsmarktes ausverkauft. Viele Platzerlteller werden mit süßen „Erdmännchen“ und „Faultieren“ bestückt sein. Diese Ausstechformen waren ebenfalls die Renner der Saison.

Die Umsätze hielten sich im Vergleich zum Vorjahr stabil bis sehr gut. Bei weitgehend trockenem und mäßig kaltem Wetter war es angenehm, in fröhlicher Runde mit Glühwein, Punsch und Feuerzangenbowle den Tag ausklingen zu lassen. Zeitweise bildeten sich Besucherschlangen vor den Ständen mit Heißgetränken. Die Bratwurstsemmel, auch in Bio-Qualität, war der oft georderte Klassiker im Gastrobereich. Auf Genuss mussten auch Allergiker und Diabetiker nicht verzichten, die Palette an gluten-, laktose- und zuckerfreien Schmankerln konnte sich sehen lassen. Für Vegetarier und Veganer ist der Münchner Christkindlmarkt mit seinem reichhaltigen fleisch- und tierfreien Angeboten längst ein Geheimtipp.

Programmhöhepunkte des Münchner Christkindlmarktes
Die HimmelswerkstattDie Himmelswerkstatt – eine Erfolgsgeschichte seit 25 Jahren
1.370 große und kleine Engerl flogen in die Ratstrinkstube im Neuen Rathaus ein, wo das kostenlose Aktionsprogramm „Himmelswerkstatt“ am Münchner Christkindlmarkt an 17 Veranstaltungstagen angeboten wurde. Damit erweist sich die Himmelswerkstatt auch noch nach 25 Jahren als große Attraktion für junge Gäste des Münchner Christkindlmarktes. Nicht nur Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus München und Umgebung kamen zu Besuch, sondern auch kleine Engerl aus Armenien, China, England, Korea, Italien, den Niederlanden, Österreich, Portugal, der Schweiz, Tschechien und der Türkei. Ohne Sprachbarrieren und angeleitet vom Team des Kindermuseums München kreierten sie individuelle Weihnachtsgeschenke unter dem Motto „Upcycling statt Wegwerfen“: Insgesamt wurden 15 Kilo Schokolade verarbeitet, 500 neue Kerzen hergestellt, Wunschzettel und Briefe mit Tinte und Feder geschrieben, Glitzersterne ausgestanzt, Bonbonieren produziert, Grußkarten gedruckt, Kränze gebunden, Isarkiesel vergoldet und Windlichter gestaltet.

Singen unterm Christbaum erfolgreich an neuem Ort
Ebenfalls eine Erfolgsgeschichte war im dritten Jahr das „Singen unterm Christbaum“, ein Singerlebnis zum Mitmachen für alle, am neuen Standort vor dem Alten Peter. Das inklusive Kooperationsprojekt von Kulturreferat, RAW und den Marktkaufleuten wurde von der Fangemeinde wie von Passanten sehr gut angenommen. Auch lud der neue Standort am Kripperlmarkt vor dem Alten Peter mit anheimelnder Atmosphäre zum Verweilen ein. Publikumslieblinge Traudi Siferlinger und Monika Drasch schafften es an den vier Adventsdonnerstagen als Singleiterinnen spielend, geschätzten 500 sangesfreudigen Fans pro Singstunde Advents- und Weihnachtslieder beizubringen. Nicht zu vergessen der „Andachtsjodler“, der schon als kleine Tradition den vorweihnachtlichen Singalong beendet.

Gelungene Brauchtumsspektakel: Die Krampusse waren unterwegs
Beim großen Schaulauf des Brauchtums am Sonntag, 8. Dezember, zogen 20 Krampusgruppen aus Bayern und Österreich über den Münchner Christkindlmarkt. Tom Bierbaumer, Chef der 1. Münchner Krampusgruppe „Sparifankel Pass“, hat im Auftrag des RAW und der Marktkaufleute des Christkindlmarktes zu diesem überregional bekannten Spektakel mit 200 Mitwirkenden eingeladen. Die geschätzten 20.000 Zuschauer mussten sich aber nicht vor den wilden Gesellen fürchten. Die „wilde Jagd“ gab es in kleiner Formation noch einmal am Sonntag, 22. Dezember. Rund 40 Krampusse zeigten sich in zotteligen Kostümen und eindrucksvollen Holzmasken einem staunenden Publikum.

Marktkaufleute des Münchner Christkindlmarktes aktiv
Die Marktkaufleute des Münchner Christkindlmarktes und die Wirtsleute des Ratskellers luden 70 Münchner Seniorinnen und Senioren zu einer Weihnachtsfeier ein und bescherten sie mit Sachspenden und Gutscheinen für den Christkindlmarkt. Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung der Marktkaufleute konnte das inklusive Gemeinschaftserlebnis für alle „Singen unterm Christbaum“ realisiert werden. Ebenso dank der finanziellen Unterstützung der Marktkaufleute zog täglich der Nikolaus über den Christkindlmarkt, vergnügte Puppenspieler Nikolaus Zettl an drei Sonntagen große und kleine Christkindlmarktgäste und die tägliche Adventsmusik live vom Rathausbalkon stimmte auf Weihnachten ein. Zum Gelingen der Krampusläufe trugen die Marktkaufleute ebenso bei und bedanken sich ihrerseits bei der Adelholzener Alpenquellen GmbH, der ARGE Christkindlmarkt, der Franz Kaupp GmbH, der Fleisch- und Wurstfabrik Muniger, der Helmut Ratschiller Spezialbrote GmbH, der vierlande GmbH sowie bei Erich und Jacqueline Hochreiter für die Unterstützung und Günter Bretz für die organisatorische Unterstützung.

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