
Der Münchner Christkindlmarkt rund um den Marienplatz – der älteste in der Stadt – startet wieder. Offiziell eröffnet Oberbürgermeister Dieter Reiter den Markt mit dem Anleuchten des Christbaums am Montag, 24. November, um 17 Uhr. Bis einschließlich 24. Dezember gibt es hier wieder ein großes Angebot an Kunsthandwerk, Weihnachtsschmuck und natürlich leckeren Spezialitäten. Insgesamt 137 Stände sind heuer zugelassen, davon bietet etwa die Hälfte Waren an.
Der Markt erstreckt sich vom Marienplatz zum Alten Peter, in die Fußgängerzone (Kaufingerstraße und Neuhauser Straße) sowie in die Sendlinger Straße und auf den Rindermarkt. Die Stände sind von Montag bis Samstag von 10 bis 21 Uhr und an den Sonntagen von 10 bis 20 Uhr geöffnet. Am Eröffnungstag, 24. November, beginnt der Verkauf ebenfalls um 10 Uhr. An Heiligabend, 24. Dezember, läuft der Betrieb von 10 bis 14 Uhr. Viele Stände machen bei den Shoppingnächten am Freitag, 28. November, und Samstag, 13. Dezember, mit und haben dann bis 22.30 Uhr geöffnet. Bis 6. Januar erleuchtet der Christbaum mit seinen 3.975 Kerzen und 265 Lichterketten den Marienplatz. Wie 2024 wird die Beleuchtung erst um 16 Uhr eingeschaltet, um Energie zu sparen. Auch die verwendete LED-Technik sorgt für Energieeffizienz.
Gespendet wurde die 25 Meter hohe Fichte von der Gemeinde Ellmau am Wilden Kaiser in Tirol. Wie jedes Jahr betreibt die Spendergemeinde gemeinsam mit ihren Ortsvereinen einen Glühweinstand im Prunkhof des Rathauses. Ebenfalls können dort an den Ständen der Münchner Partnerstädte Sapporo und Kyiv landestypische Produkte erworben werden. Der Stand von Sapporo ist erst ab Dezember besetzt und wird bereits vor Ende des Christkindlmarkts schließen.
Mehr Lichterglanz in der Innenstadt
Das erfolgreiche Beleuchtungskonzept der Vorjahre wird fortgesetzt und ausgebaut. Es illuminiert bis zum 6. Januar das Christkindlmarktgelände und darüber hinaus den unteren Teil der Sendlinger Straße sowie die Schützenstraße. Die Beleuchtung wird ebenfalls mit Beginn der Dämmerung gegen 16 Uhr eingeschaltet und leuchtet bis 8.15 Uhr. Auch hier werden ausschließlich energiesparende LEDs eingesetzt.
Die Motive sind vielfältig. Ein überlebensgroßer Dackel thront in der Sendlinger Straße (zwischen Dultstraße und Rosental) und bietet sich als idealer Fotospot an. An der Sendlinger Straße werden zudem vier Bäume mit insgesamt circa 95 Leuchtsternen zum Strahlen gebracht. Auch die Überdachung der Baustelle beim Kaut-Bullinger-Haus wird mit leuchtenden Kugeln und Lichterketten in das weihnachtliche Lichtkonzept einbezogen. Auf den Laternen, deren Masten zum Teil mit leuchtenden Rautennetzen ummantelt sind, funkeln unterschiedliche Sterne, die Frauenkirche, Herzen und das „C“ des Christkindlmarkt-Logos. Insgesamt sind rund 180 Laternentopper im Einsatz, dazu 85 Rautenmäntel.
Die Lichtprojektion auf dem Karlstor greift die Punktestruktur aus dem Designsystem Christkindlmarkt auf. Ihr Spiel aus scharfen und unscharfen Kreisen in den weihnachtlichen Farben Rot, Gold und Grün schafft eine warme, festliche Atmosphäre.
Ein weiteres optisches Highlight sind die beiden leuchtenden Schäffler-Tänzer auf Höhe der Michaelskirche, die sich in den vergangenen Jahren als beliebter Selfie-Spot bewährt haben. Zwei Sterneninseln, die zum Verweilen einladen, und mehr als 20 hölzerne Bierfässer mit geschmückten Christbäumen ergänzen das Lichtkonzept.
XXL-Auswahl an Weihnachtsgeschenken
Wie in früheren Zeiten ist der Christkindlmarkt ein Warenmarkt, auf dem es eine große Auswahl an Weihnachtsgeschenken gibt. Die Marktkaufleute bieten handbemalte Glasbilder, selbstentwickelte Denk- und Geduldsspiele, Wollhausschuhe, Honig und Imkereiprodukte aus eigener Herstellung und vieles mehr. Ergänzt wird das Angebot durch originellen und handgefertigten Christbaumschmuck, Töpferwaren oder Plätzchenausstecher. Wachsmodeln, Leuchtsterne, Engelshaar und Strohsterne gehören zu den Angebots-Klassikern.
Darüber hinaus hat der Kripperlmarkt alles, was eine echte Krippe braucht: von winzigen Laternen und Brunnen über Figuren und Engel bis zu Moosen und Heu. Die Krippen-Profis reparieren auch und führen Restaurierungen und Sonderanfertigungen aus. Bereits 1757 fand in München zum ersten Mal ein eigenständiger Krippenmarkt statt.
Kulinarisches Angebot
Erstmals wird es heuer Baumstriezel am Christkindlmarkt geben. Angeboten werden sie handgemacht und frisch zubereitet von der Münchner Striezel Manufaktur Winter-Triska (Richard-Strauß-Brunnen). Foodies werden rund um den Marienplatz fündig, egal ob sie auf der Suche nach essbaren Weihnachtsgeschenken oder einem wärmenden Snack sind. Auch wer sich für vegane Ernährung entschieden oder Diabetes hat, Gluten oder Laktose nicht verträgt, bekommt die passenden Speisen und Getränke serviert. Glühwein, Punsch und Co. versetzen mit den Aromen von Orange, Zimt und Nelken in vorweihnachtliche Stimmung.
Christkindlmarkt-Führung
Beim Spaziergang über den Marienplatz erzählen die offiziellen Guides der Stadt nicht nur Wissenswertes über Geschichte und Gegenwart des Christkindlmarkts, sondern weihen die Gäste auch in weihnachtliche Gebräuche ein und stellen ausgewählte Stände vor. Am Ende der Tour warten Glühwein und gebrannte Mandeln. Die Spaziergänge finden immer freitags um 16 Uhr statt. Information und Buchung unter http://www.einfach-muenchen.de/xmas oder in der Tourist Information im Rathaus am Marienplatz.
AdventsmusikvomRathausbalkonundSingenuntermChristbaum
Traditionelle Stubenmusik, Bläserensembles, Gesangsgruppen und Chöre stimmen von Sonntag bis Donnerstag jeweils ab 17.15 Uhr live vom Rathausbalkon auf die Adventszeit ein. Jeden Donnerstag ist Musik aus aller Welt von Ecuador über Finnland bis Japan zu hören. Auch Soul und Jazz bereichern das musikalische Live-Programm. Zum Abschluss des Christkindlmarkts spielen am 24. Dezember, 12 Uhr, traditionell die Grünwalder Turmbläser.
Wer selbst gerne singt, trifft sich mit Gleichgesinnten zum „Singen unterm Christbaum“. Neuer Treffpunkt ist vor der Kirche St. Michael in der Neuhauser Straße. Ab dem 26. November, immer mittwochs um 16.30 Uhr, werden hier bei jedem Wetter eine halbe Stunde lang unter professioneller Anleitung bairische Advents- und Weihnachtslieder gesungen. Menschen mit Handicap haben barrierefreien Zugang. Die Liedtexte werden auch in Blinden- und Großschrift ausgeteilt und für Gehörlose live in Gebärdensprache übersetzt. Für Hörgeschädigte liegen mobile Induktionsschleifen bereit. Assistenzhunde sind erlaubt.
Krampuslauf mit neuem Laufweg
Am Sonntag, 14. Dezember, sind von 15 bis 17 Uhr wieder die wilden Gesellen unterwegs. Der große Krampuslauf ist ein Veranstaltungshöhepunkt des Christkindlmarkts. Mittlerweile lockt der Lauf bis zu 50.000 Schaulustige an. In diesem Jahr gibt es eine neue Laufstrecke: Von der Augustinerstraße ziehen die Gruppen über die Fußgängerzone, den Färbergraben, das Rosental und den Viktualienmarkt bis zum Alten Rathaus. Seit etwa 500 Jahren gibt es die Krampus-Tradition im Alpenraum. Der Brauch geht zurück auf die christlich-mythologischen Figuren des Bischofs Nikolaus und seines Begleiters Krampus.
Himmelswerkstatt
Zum 31. Mal dürfen sich in der Himmelswerkstatt Kinder von sechs bis zwölf Jahren mit goldenen Flügeln und schimmernden Gewändern in kleine Engel verwandeln, bevor sie in der weihnachtlich geschmückten Ratstrinkstube kreativ loslegen. Treffpunkt ist die Rathauspforte am Fischbrunnen. Die Himmelswerkstatt ist geöffnet von 27. November bis 14. Dezember. Beginn ist täglich um 14.30 und um 16.30 Uhr, Dauer etwa 1,5 Stunden. Eine Anmeldung unter www.kindermuseum-muenchen.de ist erforderlich.
Christkindltram
Mit Glühwein, Punsch und Lebkuchen an Bord dreht die Christkindltram ihre Runden durch die Innenstadt. Startpunkt ist die Sonderhaltestelle an der Brunnenschleife am Sendlinger-Tor-Platz, hier sind auch Tickets erhältlich. Die Fahrzeiten: freitags 15.30 bis 19.15 Uhr, samstags und sonntags 11 bis 19.15 Uhr, Abfahrt alle 45 Minuten.
Alle Informationen zum Christkindlmarkt mit Plan, Musikprogramm und Spezialitäten unter www.christkindlmarkt-muenchen.de, weitere Infos unter Facebook/Instagram muenchner.christkindlmarkt.






