Nach massiven Schneefällen: Bahnverkehr im Süden Bayerns weiterhin stark beeinträchtigt

Nach massiven Schneefällen: Bahnverkehr im Süden Bayerns weiterhin stark beeinträchtigt
Eingeschneite S-Bahn Haltestelle München-Aubing - Foto: © Deutsche Bahn AG / Florian Kreibe

Aufräumarbeiten laufen auf Hochtouren • DB bittet weiterhin Reisende, auf nicht notwendige Fahrten zu verzichten

Nach dem massiven Wintereinbruch in Südbayern mit sehr starkem Schnellfall bis zu 60 Zentimeter Höhe und starkem Frost verbessert sich die Lage im Bahnverkehr schrittweise. Dennoch müssen Fahrgäste weiterhin mit großen Einschränkungen im Zugverkehr rechnen. Ein weiter Bereich um den Münchener Hauptbahnhof ist nur stark eingeschränkt anfahrbar. Weiterhin gesperrt sind z.B. die Stecken von München nach Salzburg. Innsbruck und Lindau/Zürich. Richtung Nürnberg und Stuttgart fährt der Fernverkehr nur mit einem reduzierten Angebot. Die Auswirkungen auf den Bahnverkehr werden auch die nächsten Tage weiter spürbar sein.  

Ein Wintereinbruch dieser Dimension bedeutet für das komplexe Eisenbahnsystem besondere Herausforderungen. So wird der Einsatz der Räumfahrzeuge erschwert, weil zahlreiche Bäume unter der extremen Schneelast auf Gleise und Oberleitungen gestürzt sind. Die Mitarbeitenden müssen nicht nur mit schwerem Gerät Gleise, Bahnsteige und Abstellanlagen vom Schnee befreien, sondern kümmern sich auch an über 80 Stellen allein im Raum München um die Reparatur beschädigter Oberleitungen. 

Neben der Infrastruktur stehen im Fern-, Regional- und S-Bahn-Verkehr auch die Fahrzeuge im Fokus. Vielerorts waren Oberleitungen stromlos oder Stromabnehmer haben sich unter der Schneelast gesenkt. Die länger andauernde unterbrochene Energieversorgung bei kaltem Wetter führte dazu, dass Fahrzeuge teilweise nicht mehr aktiviert werden können und abgeschleppt werden müssen. DB-Teams vor Ort prüfen, welche Fahrzeuge noch fahren können. Betroffene Fahrzeuge können erst nach einer Inspektion und Instandsetzung etwaiger Frostschäden in den Werken wieder in den Einsatz gehen. 

Im Regionalverkehr werden einige Strecken wieder bedient, etwa zwischen München und Nürnberg. Insbesondere im Bereich München und südlich davon fallen aber auch am Montag größtenteils die Züge aus – so zum Beispiel im Werdenfelsnetz zwischen München, Weilheim und dem Garmischer Raum. Andernorts fahren vereinzelt wieder Züge, zum Beispiel im Allgäu. Aufgrund der Vielzahl an betroffenen Strecken lässt sich leider kein verlässliches Busersatzangebot bereitstellen. Weitere Informationen finden Sie unter https://regional.bahn.de/regionen/bayern/fahrplan/aktuelle_betriebslage

Während bei der S-Bahn München auf der Stammstrecke seit Samstag wieder S-Bahnen fahren, ist auf den Außenästen großteils kein Verkehr möglich. Seit Sonntag ist die wichtige Linie S8 wieder zwischen Westkreuz und Flughafen regulär unterwegs und die S3 verkehrt seit heute zwischen Lochhausen und Ostbahnhof. Ziel ist, im Laufe des Tages weitere Abschnitte nach und nach wieder zu befahren und den S-Bahn-Verkehr schrittweise auszuweiten. Dennoch wird es auch bei der S-Bahn über den heutigen Tag hinaus zu Einschränkungen und Ausfällen kommen. Jederzeit aktualisierte Informationen gibt es auf s-bahn-muenchen.de/aktuell 

Im Schienengüterverkehr laufen die Räumarbeiten am Rangierbahnhof München Nord. DB Cargo setzt alles daran, versorgungsrelevante Güter zu Kraftwerken und Raffinerien sowie zu den wichtigen bayerischen Industrie- und Wirtschaftskunden zu transportieren. 

Die DB bittet weiterhin Reisende, nicht dringend notwendige Reisen auf den Zeitraum ab dem 6. Dezember zu verschieben und sich vorab auf bahn.de, im DB-Navigator oder unter unserer Sonderhotline 08000 996633 über ihre Verbindungen zu informieren. Da die am Montag und Dienstag verkehrenden Züge stark ausgelastet sind, empfehlen wir bei nicht verschiebbaren Reisen im Fernverkehr dringend eine Sitzplatzreservierung. Alle Fahrgäste, die ihre vom 2.12.2023 bis einschließlich 5.12.2023 in Süddeutschland geplante Reise aufgrund des Wintereinbruchs in Süddeutschland verschieben möchten, können ihr Ticket zu einem späteren Zeitpunkt nutzen. Die Zugbindung ist aufgehoben. Das Ticket gilt dabei für die Fahrt zum ursprünglichen Zielort, auch mit einer geänderten Streckenführung. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden.