Nach schwerem Bandendiebstahl aus Paketlieferfahrzeugen festgenommen

Symbolbild
Seit Anfang September 2019 konnten im Bereich des Polizeipräsidiums München ein Anstieg von Diebstählen aus Paketlieferfahrzeugen verzeichnet werden. Durch die umfangreichen Ermittlungen des Kommissariats 55 (Bandendiebstahl) konnten drei bulgarische Tatverdächtige (22, 30 und 31 Jahre alt) in München festgenommen werden.

Bereits am 28.10.2019 beobachtete eine Zeugin in Schwabing zwei Männer, die mit ihrem Pkw Skoda in der Nähe eines geparkten Paketlieferfahrzeugs anhielten. Einer der beiden stieg aus und danach stieg er durch die unversperrte Hecktür in den Laderaum des Fahrzeugs. Nach kurzer Zeit verließ er das Fahrzeug und fuhr mit dem wartenden unbekannten Mann davon. Zu einem vollendeten Diebstahl kam es nicht.

Durch die Zeugenaussage konnte das Kennzeichen des Pkw ermittelt werden. Das Kommissariat 55 stellte in diesem Zusammenhang fest, dass dieses bulgarische Kennzeichen bereits im Bereich Passau seit September 2019 wegen Tankbetrugs ausgeschrieben war. Weitere Folgeermittlungen des Kommissariats 55, in enger Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Landeskriminalamt, führten am 14.11.2019 zur Festnahme der drei Tatverdächtigen in der Ludwigsvorstadt.

Zum Zeitpunkt der Festnahme entsorgten die Tatverdächtigen gerade Verpackungsmaterialen in einem Container.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Pkw konnte eine große Anzahl von teilweise original verpackten Gegenständen (über 80) sichergestellt werden.

Die drei Bulgaren wurden dem Ermittlungsrichter vorgeführt, dieser ordnete für alle Untersuchungshaft an.

Derzeit laufen noch weitere Ermittlungen zur Klärung der Herkunft des Diebesgutes und der genauen Anzahl der Taten. Bei den gestohlenen Gegenständen handelt es sich um elektronische Artikel, Kosmetik, Kleidung und andere Waren, die häufig im Versandhandel bestellt werden. Die genaue Schadenshöhe im Wert von mehreren tausend Euro ist auch noch Gegenstand der Ermittlungen.

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