OB Reiter und Ministerpräsident Dr. Söder besuchen Impfzentrum in der Messe München

OB Reiter und Ministerpräsident Dr. Söder besuchen Impfzentrum in der Messe München
Foto: © Michael Nagy/Presse- und Informationsamt Muenchen

Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter haben sich heute gemeinsam mit Staatssekretär Klaus Holetschek und Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek in der Messe Riem ein Bild vom neu eingerichteten Impfzentrum gemacht. Dieses hat die Stadt pünktlich zum 15. Dezember in einer ersten Ausbaustufe fertiggestellt.

Das Impfzentrum ist aktuell für die Nutzung durch bis zu 20 Impfteams gleichzeitig eingerichtet. Jedes Team setzt sich aus einem/einer Arzt/Ärztin, einem/einer medizinischen Fachangestellten und einer Verwaltungskraft zusammen. Die Testkapazität pro Impfteam beläuft sich hierbei auf bis zu 100 Personen am Tag im stationären Einsatz und bis zu 30 Personen am Tag im mobilen Einsatz. Das bedeutet, dass stationär bis zu 2.000 Personen am Tag geimpft werden können. Der jetzige Aufbau kann in der bestehenden Halle noch dreimal realisiert werden, dann können bis zu 8.000 Personen am Tag stationär in der Messehalle geimpft werden.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Die Impflogistik steht. Jetzt braucht es Geduld. Alles, was an Impfstoff verfügbar ist, wird so schnell wie möglich verimpft. Die Produktion muss weiter hochgefahren werden. Es wird aber lange dauern, bis alle in der Breite geimpft sind.“

Anfangs wird nicht ausreichend Impfstoff für alle, die geimpft werden wollen, vorhanden sein. Daher muss zu Beginn der Impfung priorisiert, also festgelegt werden, wer sich bevorzugt impfen lassen kann. Dazu hat das Bundesgesundheitsministerium eine entsprechende Verordnung erlassen, die auf der veröffentlichten Empfehlung der STIKO aufbaut.

Oberbürgermeister Dieter Reiter: „Mit dem Impfzentrum sind wir bestens auf den Impfstart vorbereitet. Allerdings muss uns auch klar sein, dass uns das kein schnelles Ende der Pandemie bringen wird. Zuerst wird nur so viel Impfstoff verfügbar sein, um mit der Immunisierung der am höchsten gefährdeten Personengruppe beginnen zu können.“

Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek erklärt weiter: „Das Impfzentrum dient zunächst der Lagerung von Material sowie der Koordinierung unserer mobilen Impfteams. Die 20 Teams werden zunächst mobil in der Landeshauptstadt München dazu eingesetzt, die höchst vulnerablen Personengruppen zum Beispiel in den vollstationären Pflegeeinrichtungen vor Ort zu impfen.“

Mit der Zulassung des ersten Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (Ema) wird am 21. Dezember gerechnet, so dass voraussichtlich am 27. Dezember mit den Impfungen begonnen werden kann. Die höchste Prioritätsstufe haben dabei unter anderem Bewohner*innen von Alten- und Pflegeeinrichtungen, über 80-Jährige und auch medizinisches und pflegerisches Personal, das durch die Arbeit besonders stark gefährdet ist sich anzustecken.

Insgesamt fallen in München rund 120.000 Menschen in diese höchste Prioritätsstufe. In der ersten Auslieferung soll München zirka 90.000 Impfdosen erhalten, mit denen 45.000 Menschen die nötige Zweifach-Impfung (im Abstand von drei Wochen) erhalten können. Daher wird zunächst ausschließlich mit mobilen Teams geimpft. Die stationäre Impfung von z.B. über 80-Jährigen in der Messe Riem wird voraussichtlich Ende Januar oder Anfang Februar starten. Gegenwärtig ist vorgesehen, diese Personengruppe per Anschreiben aufzufordern, sich zur Terminvereinbarung an eine Telefon-Hotline zu wenden oder online Termine zu vereinbaren. Gegebenenfalls können sich die Angehörigen der hohen Altersgruppen hierbei von Angehörigen, Bekannten etc. unterstützen lassen.

Nach Einschätzung des Bundesgesundheitsministeriums wird vor dem Sommer keine Impfung der breiten Bevölkerung möglich sein. Deshalb weist das Gesundheitsreferat darauf hin, dringend weiterhin die Abstands- und Hygieneregeln zu verfolgen und Kontakte weitestgehend zu beschränken.

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