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Pasing: Betrug und Erpressung nach Fahrzeugverkauf über das Internet

Nachdem ein 68-jähriger Münchner ein Fahrzeug am Freitag, 07.11.2014, 14.00 Uhr, über eine Internetplattform verkauft hatte, wurde er am gleichen Tag etwas später angerufen. Das Verkaufsgeschäft selbst war ohne Probleme abgewickelt worden. Der Anrufer gab sich als Käufer aus und behauptete, dass das Fahrzeug defekt sei. Deswegen wolle er sofort sein Geld zurück. Dem stimmte der Verkäufer zu.

Der Anrufer behauptete nun, dass er das Geld aufgrund der Krankheit seiner Mutter sofort brauchen würde. In aggressivem Ton drohte der Anrufer zudem, der 68-Jährige würde verprügelt und umgebracht werden, wenn er das Geld nicht per Western Union überweisen würde.

Durch die Erpressung wurde der 68-Jährige so eingeschüchtert, dass er den Kaufpreis an eine ihm unbekannte Person im Libanon transferierte. Nach der Überweisung wollte sich der 68-Jährige beim tatsächlichen Käufer rückversichern, ob dieser auch das Geld erhalten hätte. Dieser zeigte sich jedoch total überrascht und erklärte, dass das Fahrzeug tadellos funktioniert und er auch keine Geldforderung gestellt hatte.

Der Rentner wurde ein weiteres Opfer einer Betrugs-/Erpressungsmasche bei der die Täter mit unterschiedlichen libanesischen Telefonnummern agieren. Die erforderlichen Daten erlangen sie über Recherche bei verschiedenen Verkaufsplattformen.
In den letzten Jahren wurden im gesamten Bundesgebiet ähnliche Fälle bei der Polizei angezeigt.