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Polizeipräsident ehrt Kriminalbeamten für seine Stammzellspende

München, 29.08.2017. Etwa alle 15 Minuten erhält ein Mensch in Deutschland die erschütternde Diagnose Blutkrebs. Oft sind Kinder und Jugendliche von der Krankheit betroffen, deren einzige Chance auf Heilung eine Stammzellspende ist. Über 50.000 Patienten pro Jahr sind auf der Suche nach einem passenden Stammzellspender. Jeder siebte Patient findet keinen passenden Spender und hat kaum Aussicht auf Heilung.

Das Polizeipräsidium München hat in der Vergangenheit bereits mehrere Typisierungsaktionen zur Gewinnung potentieller Spender durchgeführt. So hat auch Kriminalhauptkommissar (KHK) Schuller an einer Typisierung teilgenommen.

Die Typisierung hatte Erfolg. Der Abgleich in der Datenbank der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ergab eine Über-einstimmung mit einem erkrankten Patienten. So konnte KHK Schuller im Mai 2017 eine Stammzellspende erfolgreich abgeben und dem Empfänger eine reelle Überlebenschance schenken.

Der Münchner Polizeipräsident Hubertus Andrä überreichte KHK Schuller dafür am Dienstag, 29.08.2017, eine Dankurkunde.

Herr Andrä stellte heraus, dass der Kampf gegen Blutkrebs alle Menschen etwas angehe, weil es eben Jeden treffen kann. Und Hilfe ist nötig. Denn den erkrankten Personen kann nur durch eine geeignete Stammzellspende die Chance auf ein zweites Leben gegeben werden. Umso mehr freue er sich über das große Verantwortungsbewusstsein und das menschliche Engagement des Kollegen Schuller.

Der Kriminalbeamte betonte im Anschluss der Danksagung, wie leicht es sei zu helfen. Die Typisierung findet mit Hilfe eines Wattestäbchens statt, dass im Mundraum abgestrichen wird. Es ist sogar möglich, sich das Stäbchen nach Hause schicken zu lassen. Man könne dann ungestört und in ganz privater Atmosphäre den Abstrich durchführen und zurücksenden.

Er selbst hat sich vor über 20 Jahren typisieren lassen und konnte nun einem etwa 40-jährigen Mann in einem europäischen Nachbarland helfen.

Die Münchner Polizei ist stolz, durch die rege Teilnahme vieler Beamtinnen und Beamter an der Typisierung in den letzten Jahren einen aktiven Beitrag im Kampf gegen diese schlimme Krankheit leisten zu können.