Schon wieder! Betrug durch falsche Polizeibeamte in Berg am Laim

Trickbetrug durch falsche Polizeibeamte
Symbolbild
Bereits am Mittwoch, 13.02.2019, gegen 14:00 Uhr, wurde eine 87-Jährige von einem vermeintlichen Polizeibeamten namens „Martin Stein“ in ihrer Wohnung telefonisch kontaktiert. Nachdem die 87-Jährige Zweifel über die Echtheit des Anrufers mitteilte, wurde sie von dem falschen Polizeibeamten angewiesen, die 110 zu wählen, um mit der „Einsatzzentrale“ verbunden zu werden. Dabei sollte sie jedoch nicht auflegen.

Nachdem die 87-Jährige dies tat, wurde ihr dort die Echtheit des „Herrn Stein“ bestätigt. Dieser teilte der 87-Jährigen anschließend mit, dass eine Bande an ihre Adresse gelangt sei. Da auch ein Bankmitarbeiter mit der Bande kooperiere, müsse sie ihr Bankschließfach räumen. Die 87-Jährige begab sich daraufhin etwa 1,5 Stunden später zu ihrer Bank, hob dort mehrere tausend Euro Bargeld ab und teilte dies anschließend dem falschen Polizeibeamten „Herrn Stein“ mit. Dazu tadelte er die 87-Jährige, da sie seine Anweisung, ein Taxi zu nehmen missachtet hätte, woraus sich für die verdeckt operierenden Beamten Schwierigkeiten ergeben hätten.

Während ihrer Abwesenheit war die 87-Jährige zuvor angewiesen worden, das Telefonat nicht zu unterbrechen, sondern stattdessen den Telefonhörer neben dem Apparat abzulegen. Der vermeintliche Polizeibeamte wies die 87-Jährige an, das Bargeld in einen Umschlag zu deponieren und einem Abholer zu übergeben. Dies erfolgte gegen 17:30 Uhr.

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Nachdem die 87-Jährige am Freitag, 15.02.2019, ihr Geld nicht wie zugesichert zurück erhalten hatte und zudem am Folgetag aufgrund der Pressekonferenz des Polizeipräsidiums München auf dieses Phänomen aufmerksam geworden war, wurde sie misstrauisch und erstattete eine Anzeige.

Hinweis:
Die Polizei warnt erneut vor dem Auftreten falscher Polizei- oder Kriminalbeamter.
Diese Täter verwenden fast immer den Trick, es wäre in der Nachbarschaft eingebrochen worden und bei den festgenommenen Tätern wurden Notizen gefunden mit den Namen der Angerufenen. Um Wertsachen zu schützen, sollen die Angerufenen diese Sachen einem Abholer aushändigen.

Polizeibeamte in zivil legitimieren sich stets durch Vorzeigen des Dienstausweises. In Zweifelsfällen lassen Sie sich bitte Namen und Dienststelle der Polizeibeamten nennen und erkundigen Sie sich beim Notruf 110, ob diese Angaben richtig und plausibel sind. Lassen Sie keine Unbekannten in Ihre Wohnung ein.