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Schüler drehen Videoclips für Toleranz und gegen Vorurteile

München, 29.11.2016. Vorurteile abbauen und Toleranz unter den Menschen fördern – das sind die Ziele des neuen Projekts „Eine Welt, in der wir leben wollen“ des Medienzentrums München, der Fachstelle für Demokratie und des Stadtjugendamts der Landeshauptstadt München sowie von ARD alpha. Münchner Schülerinnen und Schüler entwickeln dabei Videoclips, die sich mit demokratischen Grundwerten auseinandersetzen. Aktuell sind acht Schulen mit elf Projekten beteiligt. Weitere sollen im nächsten Jahr folgen. Zum Auftakt des Projekts hat heute Oberbürgermeister Dieter Reiter die Grundschule an der Camerloherstraße in Laim besucht, an der sich zwei 3. Klassen beteiligen. „Sich frühzeitig mit Klischees und einfachen Gruppenzuschreibungen kreativ auseinanderzusetzen, ist die beste Prävention gegen Vorurteile und Hass. Mit solchen Projekten lernen Kinder für das demokratische Miteinander von morgen“, erklärt OB Reiter.

An der Grundschule steht das Projekt unter dem Motto „Das ist doch typisch!“ Ausgehend von (Vor-)Urteilen wie „Das ist typisch für Jungs – Das ist typisch für Mädchen“ oder „So sind die Deutschen, so die Italiener, so die Türken…“ oder auch „Alle Christen, alle Muslime, alle Juden sind…“ setzen sich die Kinder mit Klischees auseinander, die diesen Gruppen zugeschrieben werden. Dabei wird deutlich, dass solche pauschalen Zuschreibungen den einzelnen Menschen nicht gerecht werden. Im Rahmen des Projekts soll gezeigt werden, dass in einer „Welt, in der wir leben wollen“, alle Menschen gleich, Unterschiede aber willkommen sind und ein friedliches Zusammenleben immer möglich sein sollte.

Neben der Camerloher Grundschule sind aktuell noch die Sinai-Grundschule, die Montessori Oberschule die Steinerschule sowie die Grundschule Sendling, die Mittelschule an der Lehrer-Wirth-Straße, die Grundschule am Theodor-Heuss-Platz und die Maria Montessori-Schule im Olympiapark beteiligt. Die Projekte dauern in der Regel fünf Tage. Sollten sich die angefertigten Clips eignen, will die Fachstelle für Demokratie diese auch im öffentlichen Raum zeigen, zum Beispiel auf den Videowerbewänden in U-Bahnhöfen oder im Fahrgastfernsehen der Münchner Verkehrsgesellschaft.