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Foto: Bundespolizei

Schwangere mit Pfefferspray attackiert

Am Mittwochmittag (4. Oktober) kam es am S-Bahn Haltepunkt Hebertshausen (S2) zu einer Körperverletzung gegenüber einer schwangeren 21-Jährigen. Die Bundespolizei sucht nach Zeugen des Vorfalles und bittet um Hinweise; insbesondere auch zu dem vermeintlichen Täter.

Gegen 11:45 Uhr stiegen am Bahnhof Dachau neben mehreren Personen auch eine dunkelhäutige 21-jährige Frau mit Kinderwagen sowie – an einem anderen Eingang –  ein bisher unbekannter, dunkel gekleideter Mann in die S-Bahn ein.

Beide verließen diese nur eine Station später am Haltepunkt Hebertshausen. Der Mann stieg dabei zwei Türen hinter dem Ausgang, den die Frau nutzte, aus. Als die 21-Jährige telefonierend den Bahnsteig entlang lief, soll ihr der Unbekannte unvermittelt gegen die Wade getreten haben. Als die junge Frau ihm nachlief und ihn zur Rede stellte, fing er an die Afrikanerin zu beschimpfen.

Der Mann lief anschließend die Treppe zur Unterführung hinunter. Die Frau aus Eritrea war kurzzeitig perplex, ließ dann aber den Kinderwagen mit dem 2-Jährigen am Bahnsteig stehen und folgte dem Mann. Eine weitere Reisende riet der 21-Jährigen noch, dies lieber zu unterlassen.

Als die im siebten Monat Schwangere den Unbekannten in der Unterführung nach dem Grund fragte, warum er sie trat, soll ihr der Mann gegen den Oberkörper geschlagen haben. Danach holte er plötzlich ein Tierabwehrspray heraus, mit dem er der Frau ins Gesicht sprühte. Die Frau ging zu Boden. Sie schilderte, dass ihr mehrere Reisende, trotz Hilferufs, nicht geholfen hatten. Lediglich die zuvor bereits erwähnte Frau, eine 48-Jährige aus dem Landkries Dachau, alarmierte die Polizei und kümmerte sich um die verletzte 21-Jährige. Der Unbekannte flüchtete in Richtung der Ortschaft Hebertshausen.

Der Tatverdächtige wird wie folgt beschrieben:

– ca. 180 bis 190 cm groß,

– etwa 40 Jahre alt,

– hat braune, kurze, an den Seiten grau-melierte Haare,

– sprach deutsch,

– war dunkel gekleidet und

– trug am Rücken einen Rucksack.

Die Frau musste wegen ihrer Augen- und Atemwegsreizungen in eine Klinik verbracht werden. Beamte der Polizeiinspektion Dachau, die als erste vor Ort waren, kümmerten sich um den zweijährigen Sohn und brachten ihn später zu seiner Mutter ins Krankenhaus. Nach erster ärztlicher Diagnose erlitt die Eritreerin Prellungen am Bein und unterhalb der Brust. Für die Mutter und das Heranwachsen des ungeborenen Kindes wird der Angriff offensichtlich keine gesundheitlichen Auswirkungen nach sich ziehen.

Die Bundespolizei München hat die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung aufgenommen. Sie bittet Zeugen des Vorfalles und Personen, die Hinweise zum Tatverdächtigen machen können, sich unter 089/515550-111 zu melden.