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Foto: Bundespolizei

Schwarzfahrt und Streit führen ins Gefängnis

Der Hauptbahnhof erwies sich am Wochenende wieder einmal als unsicheres Pflaster für Straftäter und Verurteilte. Nachdem bereits von Freitag bis Sonntagmorgen sechs Personen der Justiz zugeführt wurden, erwischte es am Sonntagmorgen (15. Januar) abermals zwei Männer.

Gegen 08:30 Uhr geriet ein 47-jähriger Bulgare mit einem Sicherheitsmitarbeiter des Restaurant- und Imbissbetriebes in der Haupthalle des Hauptbahnhofes in Streit. Da der Mann keine Ausweispapiere mitführte, musste er mit zur Wache. Dort stellte sich heraus, dass der Bulgare von der Staatsanwaltschaft München wegen Hausfriedensbruch zur Fahndung ausgeschrieben worden war. Er hatte eine Geldstrafe des Amtsgerichtes München über 825 Euro plus 73,50 Euro Verfahrenskosten nicht beglichen. Da er das Geld nicht hatte, wurde er den Justizbehörden zur Abbüßung der Ersatzfreiheitstrafe für die kommenden 55 Tage zugeführt.

Gegen 10:00 Uhr konnte ein 43-Jähriger auf der Fahrt in der S-Bahn (S2) von München nach Holzkirchen bei der Fahrscheinkontrolle den Mitarbeitern des zivilen S-Bahnprüf-dienstes keinen Fahrschein vorzeigen. Beim Datenabgleich stellte sich heraus, dass der Wohnsitzlose zur Aufenthaltsermittlung ausgeschrieben war. Bei der Bearbeitung des Vorfalls am Bundespolizeirevier im Ostbahnhof konnten bei dem Mann acht weitere Fahrpreisnacherhebungen im Zeitraum vom 26.12.2016 bis 15.01.2017 mit einem Gesamtschaden von 47,60  Euro aufgefunden werden. Aus diesen Fahrten hat die Deutsche Bahn zudem zivilrechtliche Forderung wegen erhöhten Beförderungsentgeldes in Höhe von 360 Euro. Da der Mann zudem äußerte Deutschland verlassen zu wollen, ordnete die Staatsanwaltschaft eine richterliche Haftvorführung an.