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Foto: ADAC/Stefanie Aumiller

Sichtbarkeit bringt Sicherheit

ADAC empfiehlt Reflexmaterial für Fußgänger und Radfahrer

Im Herbst und Winter haben es Fußgänger und Radfahrer bei Dunkelheit, diffusem Licht, Nebel und Nässe besonders schwer, sich von ihrer Umgebung abzuheben und aufzufallen. Viele machen sich morgens auf den Weg zur Arbeit oder in die Schule, lange bevor es hell wird. Auf dem Heimweg ist es meist schon wieder dunkel. Bei derartigen Lichtverhältnissen beträgt die Sehschärfe von Autofahrern nur noch etwa 20 bis 30 Prozent. Deswegen rät der ADAC Fußgängern und Radfahrern, helle Kleidung, am besten jedoch reflektierende Materialien zu tragen, um von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen zu werden.

Während ein dunkel gekleideter Fußgänger von einem Autofahrer bei schlechten Sichtverhältnissen erst aus rund 25 Metern Entfernung zu erkennen ist, verbessert sich die Sichtbarkeit bei heller Kleidung auf 40 Meter. Mit reflektierender Kleidung sind Menschen schon aus 130 bis 140 Metern gut sichtbar. Der Anhalteweg eines Autos bei einer Notbremsung aus 50 km/h beträgt etwa 28 Meter. Im Ernstfall ist dieser Bremsweg zu lang, um rechtzeitig vor dem gefährdeten Verkehrsteilnehmer zum Stehen zu kommen.

Fußgänger, aber auch Outdoor-Sportler und Radfahrer sollten daher bei Dunkelheit aus Sicherheitsgründen Schuhe und Jacken mit integriertem Reflexmaterial tragen. Dabei ist darauf zu achten, dass das Material die Norm EN ISO 20471 oder EN 1150 erfüllt. Reflektoren gibt es zudem zum Aufnähen, Aufbügeln oder Anstecken. Die reflektierenden Materialien sollten so verteilt werden, dass sie von allen Seiten sichtbar sind. Radfahrer sollten sicherstellen, dass die Fahrradbeleuchtung intakt ist und die vorgeschriebenen Reflektoren angebracht sind. Zusätzlichen Schutz bieten Leuchtbänder, die an Arm- und Fußgelenken oder am Fahrradhelm befestigt werden. Auch eine über der Kleidung getragene Sicherheitsweste erhöht die Sichtbarkeit deutlich.

Kinder werden allein aufgrund ihrer Größe leichter übersehen. Bei schlechten Sichtverhältnissen sind sie noch stärker gefährdet. Daher sollten Eltern auch beim Kauf eines Schulranzens darauf achten, dass dieser die Norm DIN 58124 erfüllt. Damit ist sichergestellt, dass die Kinder schon von Weitem auffallen. ADAC Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker: „Viel zu oft passieren schreckliche Unfälle, weil Fußgänger oder Radfahrer im Dunkeln zu spät gesehen werden. Alle Verkehrsteilnehmer müssen jetzt noch aufmerksamer sein und aufeinander Rücksicht nehmen. Autofahrer sollten langsamer unterwegs sein und ihre Fahrweise den Sichtverhältnissen anpassen. Fußgänger und Radfahrer sollten sich durch Reflexmaterial schützen.“

Foto: ADAC/Stefanie Aumiller