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Sozialausschuss erhöht Förderung zur Armutsbekämpfung

München, 22.06.2017. Über eine Viertelmillion Menschen leben in München unter oder am Rande der Armutsrisikogrenze und können ihre Lebenshaltung mit dem zur Verfügung stehenden Einkommen nur schwer bestreiten. Das Sozialreferat fördert eine Reihe von Projekten mit dem Ziel, Armut zu vermeiden, zu bekämpfen oder zu mildern. Der Sozialausschuss hat in seiner heutigen Sitzung die Förderung mehrerer Projekte zur Armutsbekämpfung aufgestockt.

So wird der Zuschuss für die Münchner Tafel e.V. im kommenden Jahr um 60.000 auf gut 85.000 Euro erhöht. Mit dem Geld fördert der Verein die Beschäftigung von sieben ehemals langzeitarbeitslosen Menschen, deren Beschäftigung bisher über die Agentur für Arbeit gefördert war. Die Münchner Tafel verteilt wöchentlich an 27 Ausgabestellen und an über 100 Institutionen im Stadtgebiet Lebensmittel an sozial Bedürftige. So werden wöchentlich über 100 Tonnen Lebensmittel an rund 20.000 Menschen verteilt.

Außerdem beschloss der Sozialausschuss, den bislang befristeten Zuschuss für die Haushaltsbudgetberatung „FIT-FinanzTraining“ für Alleinerziehende beim Verein für Fraueninteressen in Höhe von jährlich knapp 43.000 Euro dauerhaft zu fördern.

In München liegt die Armutsschwelle für einen Ein-Personen-Haushalt bei 1.350 Euro, für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren bei 2.835 Euro. Diese Zahlen beziehen sich auf die Ergebnisse der Befragung zur sozialen und gesundheitlichen Lage in München im vergangenen Jahr. Eine detaillierte Darstellung erfolgt im Rahmen des Armutsberichts, der im kommenden Herbst veröffentlicht wird.